Eine Zwischenlandung gibt es auf dem Hin- und dem Rückflug in Phuket.

PGL will nicht mehrCondor-Übernahme definitiv geplatzt

Der Kauf von Condor durch die polnische Luftfahrtholding PGL ist gescheitert. Beim Ferienflieger bleibt man trotzdem optimistisch.

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Dass die polnische Lot-Muttergesellschaft Wege sucht, aus dem Kaufvertrag für Condor herauszukommen, war bereits klar. Die Corona-Krise trifft auch PGL ins Mark. Ihre Töchter mussten alle Flüge stoppen. Geld für Investitionen fehlt deshalb, PGL braucht sogar selbst Hilfe vom Staat.

Lange hieß es von Condor, dass man sich weiterhin in konstruktiven Gesprächen befinde. Doch nun ist klar: PGL zieht sich zurück. «Condor hat nicht bewiesen, dass die finanzielle Lage es ihr erlaubt, weiterhin den Betrieb fortzusetzen», zitiert die Wirtschaftsnachrichtenagentur ISB News eine PGL-Sprecherin.

Condor bleibt zuversichtlich

«Wir können bestätigen, dass PGL uns informiert hat, vom Kauf zurücktreten zu wollen», so eine Condor-Sprecherin auf Anfrage von aeroTELEGRAPH. Man befinde sich nun in Gesprächen mit dem polnischen Unternehmen, um mögliche Rahmenbedingungen eines Rücktritts zu definieren. «Zudem prüfen wir, wie wir unsere Ansprüche aus den unterschriebenen Kaufverträgen geltend machen werden.»

Trotz der Äußerung der PGL-Sprecherin ist man bei der deutschen Ferienairline optimistisch. «Condor ist auf dieses Szenario vorbereitet und beabsichtigt nach wie vor, das Schutzschirmverfahren bald zu verlassen», so die Sprecherin. Es gebe verschiedene Optionen für die zukünftigen Eigentumsverhältnisse, wie beispielsweise eine Treuhänderstruktur. «Zudem sind wir in Gesprächen über Staatshilfen wegen der Auswirkungen der Corona-Krise.»  

Fracht- und Rückholflüge

Der Flugbetrieb werde – so weit wie durch die Auswirkungen der Corona-Krise möglich – regulär fortgesetzt. «Derzeit konzentrieren wir uns insbesondere auf Fracht- und Erntehelferflüge, um zur medizinischen und Gütergrundversorgung Deutschlands beizutragen.»

Die eigentlich auf Ferienflüge spezialisierte Airline fliegt zudem unter anderem über das extra eingerichtete Drehkreuz Almaty in Kasachstan nach China, um medizinisches Material – unter anderem Atemschutzmasken – nach Deutschland zu bringen. Condor hatte im Auftrag der deutschen Regierung zudem Rückholflüge veranstaltet, mit denen rund 78.000 gestrandete Urlauber heimgebracht wurden.

Drei Käufer in der Schlussrunde

In der Schlussrunde war PGL nicht die einzige Bieterin für Condor. Ein Konsortium um den Finanzinvestor Apollo und deutsche Reiseveranstalter sowie die Investmentfirma Greybull waren ebenfalls an einem Kauf interessiert gewesen. Angesichts der prekären Situation, in der sich die Reisebranche nach der Krise befindet, wäre der Kauf durch eine Finanzfirma wohl inzwischen am wahrscheinlichsten. Doch auch dort sprudeln die Gewinne nicht mehr wie einst.

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