Winglet einer Maschine von Condor: Ohne Lufthansa-Zubringer.

Sparen wegen CoronavirusLufthansa stoppt Zusammenarbeit mit Condor

Die Ausbreitung des Coronavirus trifft Lufthansa finanziell. Der Konzern tritt auf die Kostenbremse. Schlechte Nachrichten hatte er nicht nur für Angestellte, sondern auch für Condor.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

13 Flugzeuge sind derzeit bei Lufthansa gruppenweit nicht im Einsatz. Grund ist die Streichung der Flüge nach Festland-China wegen des Coronavirus'. Doch je nachdem, wie sich die Epidemie weltweit weiter ausweitet, könnten die Auswirkungen noch drastischer ausfallen.

Schon jetzt spürt Lufthansa die Folgen der Epidemie aber finanziell. Wie Vorstand Harry Hohmeister der Zeitung Handelsblatt sagte, stehen deshalb im Konzern Sparmaßnahmen an. So wird zum Beispiel bei der Kernmarke die Besetzung von neuen Stellen ausgesetzt oder verschoben. Auch Lösungen mit unbezahltem Urlaub oder Teilzeitangeboten für Mitarbeiter gehörten zu den Sparmaßnahmen, so der Manager.

Verträge mit Condor laufen aus

Inzwischen hat die Airline die Maßnahmen auch in einer Pressemitteilung bestätigt und ausgeführt. Ab sofort biete man den Mitarbeitern unbezahlten Urlaub an. Zudem prüfe man eine Ausweitung der Teilzeitangebote. Alle geplanten Stations- und Flugbegleiter-Lehrgänge ab April 2020 werden zudem laut der Mitteilung nicht durchgeführt. Kursteilnehmer der bereits laufenden Lehrgänge sollen vorerst nicht in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen werden, auch wenn das das Ziel bleibe.

Schlechte Nachrichten hat Hohmeister nicht nur für die eigenen Mitarbeiter, sondern auch für Condor, die von der polnischen Lot übernommen wird. Schon bei Bekanntgabe der Kaufabsicht wurde spekuliert, dass Lufthansa kaum weiter als Zubringer für Condor arbeiten möchte. Nun ist das definitiv.

Beschwerde bei EU-Kommission?

«Wir werden nicht sofort alle Verträge mit Condor kündigen. Schließlich sind das auch unsere Kunden, die wir nicht allein lassen dürfen und wollen», sagte Hohmeister. Er fügte aber an: «Aber wenn Verträge auslaufen, dann laufen sie aus.» Ohne die Zubringerflüge von Lufthansa wird es für Condor nicht leicht, ihre Langstreckenjets zu füllen.

Ebenfalls im Raum gestanden hatte, dass Lufthansa den Condor-PGL-Deal von der EU-Kommission prüfen lassen will. Viel sagt Hohmeister dazu nicht. Aber er deutet an, dass es dazu kommen könnte. «Wir werden uns das auf jeden Fall sehr genau anschauen. Ich bin gespannt, was Brüssel dazu sagt.»

Mehr zum Thema

Boeing 757 von Condor: Nicht mehr lang im Einsatz.

Condor liebäugelt in München auch mit Asien-Zielen

A Condor plane: «I speak Polish now.»

Das plant Lot mit Condor - wie reagiert Lufthansa?

Airbus A330 Neo von Tap: Wer greift zu?

Steigen Lufthansa und United bei Tap ein?

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin