Winglet einer Maschine von Condor: Ohne Lufthansa-Zubringer.

Sparen wegen CoronavirusLufthansa stoppt Zusammenarbeit mit Condor

Die Ausbreitung des Coronavirus trifft Lufthansa finanziell. Der Konzern tritt auf die Kostenbremse. Schlechte Nachrichten hatte er nicht nur für Angestellte, sondern auch für Condor.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

13 Flugzeuge sind derzeit bei Lufthansa gruppenweit nicht im Einsatz. Grund ist die Streichung der Flüge nach Festland-China wegen des Coronavirus'. Doch je nachdem, wie sich die Epidemie weltweit weiter ausweitet, könnten die Auswirkungen noch drastischer ausfallen.

Schon jetzt spürt Lufthansa die Folgen der Epidemie aber finanziell. Wie Vorstand Harry Hohmeister der Zeitung Handelsblatt sagte, stehen deshalb im Konzern Sparmaßnahmen an. So wird zum Beispiel bei der Kernmarke die Besetzung von neuen Stellen ausgesetzt oder verschoben. Auch Lösungen mit unbezahltem Urlaub oder Teilzeitangeboten für Mitarbeiter gehörten zu den Sparmaßnahmen, so der Manager.

Verträge mit Condor laufen aus

Inzwischen hat die Airline die Maßnahmen auch in einer Pressemitteilung bestätigt und ausgeführt. Ab sofort biete man den Mitarbeitern unbezahlten Urlaub an. Zudem prüfe man eine Ausweitung der Teilzeitangebote. Alle geplanten Stations- und Flugbegleiter-Lehrgänge ab April 2020 werden zudem laut der Mitteilung nicht durchgeführt. Kursteilnehmer der bereits laufenden Lehrgänge sollen vorerst nicht in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen werden, auch wenn das das Ziel bleibe.

Schlechte Nachrichten hat Hohmeister nicht nur für die eigenen Mitarbeiter, sondern auch für Condor, die von der polnischen Lot übernommen wird. Schon bei Bekanntgabe der Kaufabsicht wurde spekuliert, dass Lufthansa kaum weiter als Zubringer für Condor arbeiten möchte. Nun ist das definitiv.

Beschwerde bei EU-Kommission?

«Wir werden nicht sofort alle Verträge mit Condor kündigen. Schließlich sind das auch unsere Kunden, die wir nicht allein lassen dürfen und wollen», sagte Hohmeister. Er fügte aber an: «Aber wenn Verträge auslaufen, dann laufen sie aus.» Ohne die Zubringerflüge von Lufthansa wird es für Condor nicht leicht, ihre Langstreckenjets zu füllen.

Ebenfalls im Raum gestanden hatte, dass Lufthansa den Condor-PGL-Deal von der EU-Kommission prüfen lassen will. Viel sagt Hohmeister dazu nicht. Aber er deutet an, dass es dazu kommen könnte. «Wir werden uns das auf jeden Fall sehr genau anschauen. Ich bin gespannt, was Brüssel dazu sagt.»

Mehr zum Thema

Boeing 757 von Condor: Nicht mehr lang im Einsatz.

Condor liebäugelt in München auch mit Asien-Zielen

A Condor plane: «I speak Polish now.»

Das plant Lot mit Condor - wie reagiert Lufthansa?

Airbus A330 Neo von Tap: Wer greift zu?

Steigen Lufthansa und United bei Tap ein?

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies