Southwest Airlines: Eine Gewerkschaft ist besorgt.

Erschöpfte CrewsWarnung vor Übermüdungs-Epidemie bei Southwest-Piloten

Wenig Personal, mehr Kranke, Probleme bei der Flugplanung: Die Gewerkschaft des Cockpitpersonals von Southwest Airlines befürchtet Folgen für die Sicherheit.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Jeder hat es schon einmal erlebt: So müde zu sein, dass man nicht mehr klar denken kann. Selbst einfache Aufgaben erscheinen dann wie eine Everest-Besteigung. Die Vorstellung, dass es Pilotinnen und Piloten im Cockpit so gehen kann, ist für viele Reisende daher wohl alles andere als beruhigend.

Die Pilotengewerkschaft der drittgrößten Airline der USA warnt jetzt aber genau davor. Die Southwest Airlines Pilots Association Swapa, die mehr als 10.000 Pilotinnen und Piloten der Fluglinie repräsentiert, bezeichnet die Übermüdung der Cockpit-Besatzungen der Billigfluggesellschaft als «Sicherheitsrisiko Nummer eins». In einem offenen Brief an Southwest-Chef Bob Jordan und andere Führungskräfte erklärt sie, dass die Probleme im letzten Sommer begannen hätten. Damals kehrte die Zahl der Reisenden fast auf das normale Niveau von vor der Pandemie zurück.

Rekordwerte im April

Seither habe sich die Lage verschlimmert. Als der Flugverkehr begann, wieder anzuziehen, fehlte es Southwest - wie auch vielen anderen Airlines - an Personal. Das hatte teils mit Krankheitsfällen zu tun, teils damit, dass es aufgrund der Pandemie zu Kündigungen gekommen war.

Es kam zu Ausfällen und Problemen bei der Flugplanung – was sich laut der Gewerkschaft ebenfalls auf die Erholung der Crews auswirkte. Ihren Angaben zufolge konnten die Besatzungen oft nach spontanen Anpassungen der Flugplanung und daraus resultierenden Verspätungen keine Hotelzimmer zum Ausruhen bekommen.

Southwest beruhigt

Es habe einen «sprunghaften Anstieg der Berichte» über Müdigkeit gegeben, im Oktober seien sie um bis zu 600 Prozent gestiegen. Aber es gehe auch dieses Jahr weiter. Im März habe die Zahl der Crews, die darum baten, wegen Übermüdung nicht eingesetzt zu werden, im Vergleich zum selben Monat in Jahren vor der Pandemie noch 330 Prozent höher gelegen. Und der April verzeichne schon jetzt Rekorde. Es gebe eine «Müdigkeits-Epidemie».

Eine Sprecherin der Airline sagt dem Sender ABC News, man habe einen «signifikanten und stetigen Rückgang» bei Meldungen von Übermüdung festgestellt, nachdem Southwest im November Änderungen am Flugplan vorgenommen habe. Der Anstieg im März sei erwartet worden, da wetterbedingte Flugausfälle die Flugpläne durcheinander gebracht hätten. Dass es mehr Meldungen von Müdigkeit gegeben habe, zeige aber, dass das System funktioniere, da die Crews entscheiden könnten, ob sie sich flugbereit fühlten oder nicht.

Mehr zum Thema

Gepäckwagen vor Jet von Alaska Airlines: Die Fluggesellschaft baut aus.

Airline-Manager müssen Koffer stapeln

Qatar-Airways: Vorwürfe seitens der Besatzungen.

Pilot von Qatar Airways: «Bin während des Sinkflugs eingeschlafen»

Piloten im Cockpit: Laut der Studie ist niemand von den Fehlern gefeit.

Müde und mehr: Studie zeigt Sicherheitsmängel

Avelo Airlines Boeing 737-700

Avelo Airlines tritt auf die Wachstumsbremse

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack