Es ist besonders für risikoreiche Einsätze ausgelegt: Saab hat auf dem Luftwaffenstützpunkt Malmen in Linköping bei der Swedish Armed Forces Air Show das Konzeptmodell eines unbemannten Kampfflugzeugs in Originalgröße vorgestellt. Es trägt den Namen A3-001.
Es zeige «die mögliche Weiterentwicklung künftiger luftgestützter Kampffähigkeiten auf, bei denen bemannte und unbemannte Plattformen als Teil eines integrierten Systems zusammenwirken», so Saab. Auch wenn der Konzern selber den Begriff nicht verwendet: Die Beschreibung passt zu dem, was man Collaborative Combat Aircraft (CCA) nennt, also umbemannte Kampfflugzeuge, die mit bemannten zusammenarbeiten. Andere Beispiele sind YFQ-42A (General Atomics), YFQ-44A (Anduril Industries) und MQ-28 (Boeing).
Saabs A3-001 setzt auf Tarnkappentechnik
Saab erklärt zu A3-001: «Das Konzept ist für risikoreiche Einsätze ausgelegt, etwa für die elektronische Kampfführung, die Bekämpfung gegnerischer Luftverteidigungssysteme (SEAD) sowie Präzisionsschläge in stark umkämpften Einsatzgebieten.»
Saab A3-001: Modell in Originalgröße bei der Swedish Armed Forces Air Show. Saab
A3-001 hat ein Deltaflügeldesign und zeichnet sich laut Saab durch «Low Observability» aus - also durch Tarnkappentechnik (Stealth Technology). Auf die Geschwindigkeit geht der Konzern nicht. Das Portal The War Zone nennt das Konzept aber eine «Überschall-'Kampfdrohne'», das Portal Hartpunkt schreibt: «Das Gesamtdesign deutet darauf hin, dass das unbemannte Kampfflugzeug über eine Überschallfähigkeit verfügen könnte.»
Konzept A3-001: Wird Schweden darauf aufbauen? Saab
Unbemannte Demonstratoren sollen vor 2030 abheben
Zum Zeitplan erklärt Peter Nilsson, Leiter Advanced Programs bei Saab: «Wir befinden uns in einer intensiven Entwicklungsphase, in der wir gemeinsam mit Schweden Technologien erforschen, die den Grundstein für die nächste Generation von Kampfflugsystemen legen werden.» Im Rahmen dieser Arbeit plane man, vor 2030 unbemannte Demonstratoren mit kampfflugzeugähnlichen Eigenschaften fliegen zu lassen. «Dieses eigenständige Saab A3-System ist unser Konzept für eine mögliche Weiterentwicklung ab Mitte der 2030er-Jahre, sollte sich Schweden dazu entschließen, auf unseren aktuellen Arbeiten aufzubauen.» Dabei baue man bei der Entwicklung auf die eigene Erfahrung mit Gripen und Global Eye auf.