Boeing hat auf der ILA in Berlin neue Fähigkeiten für die unbemannte Kampfdrohne MQ-28 Ghost Bat vorgestellt. Die Weiterentwicklungen sollen Reichweite, Flexibilität und Einsatzmöglichkeiten des Loyal-Wingman-Systems deutlich erhöhen.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehört eine um mehr als 25 Prozent vergrößerte Spannweite. Dadurch kann die MQ-28 zusätzlich rund 900 Kilogramm Treibstoff, Waffen oder Missionsausrüstung aufnehmen. Das maximale Startgewicht steigt von 4,5 auf 5,4 Tonnen. Zudem erhält die Drohne interne Waffenschächte für bis zu zwei Luft-Luft-Raketen vom Typ AIM-120 Amraam oder vier Small Diameter Bombs. Optional sind drei externe Waffenstationen vorgesehen.
Ebenfalls neu sind Kommunikationsverbindungen außerhalb der direkten Sichtlinie. Dadurch kann die MQ-28 künftig von bemannten Flugzeugen, Bodenstationen oder Schiffen aus über große Distanzen gesteuert werden. Verbesserte Software mit offenen Standards sowie ein modularer Bugbereich sollen die Integration zusätzlicher Sensoren und nationaler Systeme erleichtern.
Die neuen Fähigkeiten wurden gemeinsam mit der Royal Australian Air Force entwickelt und sollen schrittweise über ein Upgrade-Programm eingeführt werden. Boeing bietet die erweiterten Funktionen auch interessierten Partnerstaaten an.