Dunkle Wolken für die Geschäftsluftfahrt in den USA: Präsident Biden will die Steuern drastisch erhöhen.

Milliarden für FAAJoe Biden will Steuern für Businessjets um 377 Prozent erhöhen

Der US-Präsident will die Steuern für den Treibstoff für Privatjets massiv erhöhen und so die Luftfahrt sicherer machen. Das sei gegenüber dem Linienverkehr nur fair, so Joe Biden. Die Lobby läuft Sturm.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die US-Luftfahrt erlebt keine goldenen Zeiten. Besonders die Probleme bei Hersteller Boeing sorgen weltweit für Schlagzeilen. Gleichzeitig gibt es noch weitere prominente Probleme, wie die seit Jahren zunehmende Anzahl an Beinahe-Kollisionen im US-Luftraum. Eine zentrale Rolle bei der Beseitigung der Probleme kommt der Federal Aviation Administration, kurz FAA zu. Um die Probleme anzugehen, braucht die US-Luftfahrtbehörde frisches Geld.

In einer Mitteilung der FAA heißt es, dass die Behörde mit weiteren Mitteln aus dem Haushalt der USA mehr Fluglotsinnen und Fluglotsen einstellen, die Infrastruktur des Landes modernisieren sowie die Sicherheitsaufsicht der Behörde stärken könne. Der Haushaltsentwurf der Biden-Regierung sieht 22 Milliarden Dollar für die Behörde vor. Damit könnten unter anderem weitere 2000 Fluglotsen eingestellt und auch die Infrastruktur modernisiert werden.

Von 22 Cent auf 1,05 Dollar pro Gallone

Umstritten  ist die Frage der Finanzierung. Präsident Joe Biden will besonders Reisende in Privatjets in die Pflicht nehmen. Er plädiert für eine schrittweise, aber enorme Erhöhung der Treibstoffsteuer. Aktuell liegt der Steuersatz auf Treibstoff für Privatjets bei 22 Cent pro Gallone.  Nach dem Willen des US-Präsidenten soll der Steuersatz in fünf Jahren bei 1,06 Dollar pro Gallone liegen, berichtet AP. Damit würde der Steuersatz um 377 Prozent zulegen.

Der Demokrat hält den Vorschlag für fair, weil Linienpassagiere eine Verbrauchssteuer 7,5 Prozent pro Ticket sowie eine separate Abgabe von bis zu 4,50 Dollar pro Flug bezahlen. Mit den Einnahmen werden zielgerichtet Flughafenprojekte finanziert.

Sieben Prozent Privatjets in den USA

Laut der Regierung sind Privatjets für sieben Prozent aller von der FAA abgewickelten Flüge verantwortlich, zahlen aber weniger als ein Prozent der Steuern, die der Luftfahrt und den Flughäfen zugutekommen. Laut Verkehrsministerium würde der Vorschlag über einen Zeitraum von fünf Jahren 1,1 Milliarden Dollar einbringen.

Widerspruch erhielt der Präsident umgehend von Ed Bolen, dem Präsidenten der National Business Aviation Association NBAA. Bolen sagte laut AP: «Die Geschäftsluftfahrt ist eine Branche, die für die amerikanische Wirtschaft und das Transportsystem von wesentlicher Bedeutung ist». Ob der Vorschlag tatsächlich durchkommt, ist unklar. Viele von Bidens Haushaltsideen werden im von den Republikanern kontrollierten Repräsentantenhaus scheitern.

Mehr zum Thema

Als zweiter Flughafen in den USA schafft das New York JFK. Erst kürzlich erhielt er die Verbindung nach Ozeanien, die ihn auf die Liste setzte: Air New Zealand fliegt mit einer Boeing 787-10 nach Auckland.

US-Behörde sieht Sicherheitssystem der Luftfahrt überlastet

Produktion bei Spirit: In der Kritik.

«Flugzeuge auf der ganzen Welt haben Probleme, die niemand gefunden hat»

Eine Gulfstream G800.

Die schönsten Bilder der Ebace 2023

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack