Boeing 737 Max 9: Produktion wird gernauer angeschaut.

Stärkere AufsichtFAA vermutet «weitere Probleme in der Fertigung» von Boeing

Nachdem die Luftfahrtbehörde der USA zunächst angekündigt hatte, im Fall der 737 Max 9 zu ermitteln, kündigt sie nun eine Prüfung der ganzen Produktion von Boeing an. Und auch die eigenen Verfahren überdenkt die FAA.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Schöngeredet wird jetzt gar nichts mehr. Die Federal Aviation Administration FAA wird die Aufsicht über Boeing erheblich verstärken, wie die Behörde am Freitag (12. Januar) mitteilte. Das heißt: Die amerikanische Luftfahrtbehörde wird eine neue vertiefte Prüfung der Boeing 737-9-Max-Produktion und ihrer Zulieferer durchführen, um sicherzustellen, dass alle Vorgaben eingehalten werden.

Die Ankündigung erfolgt nur einen Tag, nachdem die FAA erklärt hatte, die Qualitätskontrolle beim Flugzeugbauer formell zu überprüfen. Chef Mike Whitaker fand gegenüber dem Nachrichtensender CNBC deutliche Worte: Die Boeing 737 Max weise «erhebliche Probleme» auf. Um dann anzufügen: «Wir glauben, dass es noch andere Probleme bei der Fertigung gibt», so Whitaker.

Weniger delegieren

Auch die eigenen Verfahren überdenkt die FAA noch einmal. Darunter eines, welches bereits nach den tödlichen Abstürzen zweier Boeing 737 Max im Jahr 2018 und 2019 in der Kritik stand. Die Behörde lagert gewisse Zertifizierungsverantwortlichkeiten an Spezialisten bei den Flugzeugherstellern selbst aus.

Jetzt erwägt die Luftfahrtbehörde, einige Funktionen an unabhängige Drittunternehmen zu übertragen. «Das Flugverbot für die 737  Max 9 und die zahlreichen produktionsbezogenen Probleme, die in den letzten Jahren festgestellt wurden, erfordern, dass wir alle Optionen prüfen, um das Risiko zu reduzieren», wird Whitaker in einer Mitteilung zitiert.

Auch Probleme mit anderen Fliegern

Tatsächlich gab es in letzter Zeit immer wieder Probleme bei der Produktion des amerikanischen Flugzeugbauers. Auch Boeings Langstreckenjet 787 war bereits betroffen. Im Jahr 2022 hatte die FAA daher die Zertifizierung der 787 in eigene Hände genommen, nachdem sie diese zuvor an Experten bei Boeing delegiert hatte.

Das jüngste Problem stellte sich heraus, nachdem rund sechs Minuten nach dem Start einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines ein Paneel des Rumpfes herausgebrochen war. Der Zwischenfall ging glimpflich aus, doch seither sind alle potenziell von dem Problem betroffenen Jets gegroundet.

Mehr zum Thema

Das Loch im Rumpf der Boeing 737 Max 9: Die FAA will wissen, wie es dazu kam.

Jetzt untersuchen die Behörden die Qualitätskontrolle bei Boeing

Ein Experte der NTSB untersucht die Stelle, aus der das Paneel bei Alaska Airlines ...

Was passierte als sich das Paneel der Boeing 737 Max 9 löste?

Airlines warten noch immer auf Anleitungen von Boeing

Airlines warten noch immer auf Anleitungen von Boeing

Flieger mit Boeing-Logo: Der Hersteller zahlt an Hinterbliebene.

Fluglinie aus Kamerun und Boeing streiten 30 Jahre nach Absturz um 179 Millionen Dollar

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil