Utair, Russland

EU Aeroflot, Pobeda, S7 und Utair stehen jetzt auf Schwarzer Liste

Die Europäische Union hat ihre Flugsicherheitsliste überarbeitet. Neu stehen 20 Fluggesellschaften aus Russland darauf. Das sei keine weitere Sanktion, betont Brüssel.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es war ein harter Schlag für Aeroflot und Co. Mitte März beschloss Bermuda, die Lufttüchtigkeitszeugnisse von Flugzeugen mit russischen Besitzern oder von russischen Betreibern zu annullieren. Dagegen wehrte sich Moskau, indem es die Registrierung im russischen Register vereinfachte.

Gemäß einer Übersicht des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 wurden inzwischen über 270 Flugzeuge von russischen Fluggesellschaften vom bermudischen ins russische Register überführt, bei fünf irischen Jets ist das gemäß der Zeitung The Irish Times auch passiert. Russland selbst hatte von 800 Jets gesprochen, die umregistriert worden seien.

«Unmittelbare Sicherheitsbedrohung»

Darauf reagiert die EU-Kommission jetzt. Sie hat 20 russische Fluggesellschaften aus Russland auf die Schwarze Liste unsicherer Airlines gesetzt. Darunter befinden sich große Anbieter wie Aeroflot, Nordwind, Pobeda, Rossiya, S7, oder Utair, aber auch kleinere wie Aurora, Aviastar-Tu, Iraero, Rusjet, Yakutia oder Yamal. Die kleine Skol Airlines hatte sich bereits seit vergangenem November auf der Liste befunden.

Die russische Luftfahrtbehörde habe Airlines erlaubt, Hunderte von Luftfahrzeugen in ausländischem Besitz ohne gültiges Lufttüchtigkeitszeugnis zu betreiben, begründet Adina Vălean. «Die betreffenden russischen Fluggesellschaften haben damit wissentlich gegen die einschlägigen internationalen Sicherheitsstandards verstoßen», so die EU-Kommissarin für Verkehr. Das stelle eine unmittelbare Sicherheitsbedrohung dar.

«Vermischen nicht Sicherheit mit Politik»

Ohne Lufttüchtigkeitszeugnis darf ein Flugzeug nicht abheben. Die Luftfahrtbehörde bescheinigt mit dem Dokument, dass sich der Flieger in einem Zustand befindet, der einen sicheren Flugbetrieb erlaubt. Genau das wollten Bermuda und Irland nicht mehr, da sie sich außerstande fühlten, die Einhaltung von Standards in Russland noch überprüfen zu können.

Vălean betont, es handle sich bei der Maßnahme nicht um eine neue Sanktion. «Sie wurde ausschließlich aus technischen und sicherheitsrelevanten Gründen getroffen. Wir vermischen nicht Sicherheit mit Politik», so die Politikerin. Die Schwarze Liste gibt es seit 2006. Aktuelle stehen 117 Airlines darauf, welche die EU aus Sicherheitsbedenken nicht mehr anfliegen dürfen.

Nur indirekte Folgen

Nach Westeuropa dürfen russische Fluggesellschaften allerdings bereits seit dem 28. Februar eh nicht mehr fliegen. Nur vier Tage nach Start des Angriffs auf die Ukraine hatte die EU Aeroflot und Co. aus ihrem Luftraum verbannt. Die Aufnahme auf die Schwarze Liste hat deshalb aktuell nur indirekte Folgen. Versicherungen könnten beispielsweise noch höhere Prämien von russischen Fluglinien verlangen.

Mehr zum Thema

EU-Staaten verbannen russische Flugzeuge aus ihrem Luftraum

EU-Staaten verbannen russische Flugzeuge aus ihrem Luftraum

<strong>Etihad und Emirates, Vereinigte Arabische Emirate</strong>: + 3 beziehunsweise + 1 Prozent, <strong>Qatar Airways, Katar </strong>+ 1 Prozent bei der Kapazität nach Russland. Verglichen wurden von Forward Keys dabei die Wochen vom 21. Februar und 7. März.

Die Profiteure des Flugstopps nach Russland

Airbus A320 von Aeroflot: Die meisten Flieger Russlands waren früher im Ausland registriert.

78 russische Flugzeuge im Ausland beschlagnahmt

first airbus a321 neo moulding in toulouse

EU und USA einigen sich auf Zollsatz - Airbus und Co. können aufatmen

Video

Der albanische Regierungsflieger: Der Airbus A319 gehört nun Albanien.
Er flog bereits für die albanische Regierung. Jetzt geht der Airbus A319 mit dem Kennzeichen TC-GVC ganz von der Türkei an Albanien - als Geschenk.
Timo Nowack
Timo Nowack
hund veraengstigt
Für viele Tiere ist das Feuerwerk in der Silvesternacht der reinste Horror. Hundehalterinnen und -halter suchen daher mit ihren Tieren Zuflucht an Flughäfen. Und das nicht nur in Deutschland.
Timo Nowack
Timo Nowack
Prototyp der EFlyer 2: Dass Flugzeug soll 2026 von der FAA zertifiziert werden.
Der Eflyer 2 soll im kommenden Jahr zertifiziert werden. Sechs Jahre später als ursprünglich anvisiert. Dafür soll es ein elektrisches Schulungsflugzeug mit sehr geringen Betriebskosten werden, verspricht Hersteller Bye Aerospace.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies