Totales FlugverbotEU-Staaten verbannen russische Flugzeuge aus ihrem Luftraum

Die Eu hat offenbar eine Sperrung des Luftraums für Flugzeuge aus Russland beschlossen. Im Hinblick auf russische Gegenmaßnahmen kehren auch Flüge von Lufthansa und Aerologic vor und über Russland um.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Ausgerechnet Polen machte den Anfang. Die gegenüber der EU skeptische Regierung in Warschau sperrte am Freitag (25. Februar) als erstes Land in der Europäischen Union den nationalen Luftraum für russische Flugzeuge. Zuvor hatte das Vereinigte Königreich gehandelt und Flüge aus Russland verboten.

Nach dem Flugverbot Polens wurde im Osten Europas nach und nach ein Bollwerk errichtet. Es folgten Tschechien, die Republik Moldau, Bulgarien, Estland, Lettland und Litauen sowie Rumänien und Slowenien. Und jetzt scheint die Luftblockade noch umfassender zu werden. Wie der TV-Sender ARD berichtet, wird die gesamte EU ihren Luftraum für russische Flugzeuge sperren.

Zuerst KLM, dann Lufthansa und DHL

Damit können russische Fluggesellschaften nicht mehr nach Europa fliegen. Auch Flüge in die USA oder nach Kanada werden faktisch verunmöglicht. Dadurch brechen ihnen wichtige Einnahmen weg.

Noch ist der EU-Bann nicht offiziell bestätigt. Doch dass etwas im Busch ist, zeichnete sich am Samstagabend (26. Februar) ab. Zuerst drehten Flüge von KLM nach Asien, dann zwei von Lufthansa über oder kurz vor Russland plötzlich um.

«Aktuelle und sich abzeichnende regulatorischen Situation»

LH718 von München nach Seoul befand sich bereits bei Perm, als der A350 abdrehte und zurück nach München flog. Dasselbe passierte bei Flug LH716 von Frankfurt nach Tokio-Haneda. Der Airbus A340 drehte über Estland um und kehrte zurück nach Deutschland. Auch eine Boeing 777 F von Aerologic im Auftrag von DHL von Leipzig nach Tokio drehte über Nordwestrussland unverhofft um.

Ein Sprecher von Lufthansa erklärte gegenüber aeroTELEGRAPH, man fliege wegen des Krieges in der Ukraine nicht mehr nach oder über Russland. Der Grund sei die «aktuelle und sich abzeichnende regulatorische Situation». Der Stopp gelte vorerst für sieben Tage. Flüge, die sich im russischen Luftraum befänden, verließen diesen wieder.

Reaktion auf erwartete Gegenmaßnahme

Die Umkehr der Flugzeuge ist offenbar eine Vorsichtsmaßnahme als Reaktion auf eine erwartete Gegenreaktion Russlands auf den totalen Flugbann in der Europäischen Union. Nach dem Flugverbot im Vereinigten Königreich verbannte Moskau alle britischen Flugzeuge aus seinem Luftraum.

Update vom Sonntag, 27. Feb, 09:05 Uhr: Offiziell wurde noch keine Luftraumsperrung der EU bekannt gegeben. Der Deutsche Bundesverkehrsminister Volker Wissing hatte jedoch am Samstagabend angekündigt, eine Sperrung des deutschen Luftraums für russische Verkehrsflugzeuge vorzubereiten. Aktuell fliegen noch russische Jets durch deutschen Luftraum.

Mehr zum Thema

Die Antonov An-124 namens «Be brave like Irpin»: Viel ist über ihre Modernisierung noch nicht bekannt.

EU erwägt Modernisierung der Antonov An-124 und Entwicklung eines Boeing-C-17-Nachfolgers

ticker-eu-europaeische-union

EU verhängt Flugverbot gegen Airlines aus Suriname und Tansania

ticker-eu-europaeische-union

EU-Staaten müssen neuen Kompromiss bei Fluggastrechten finden - Vorschlag im letzten Moment abgelehnt

ticker-eu-europaeische-union

Neue EU-Regel: Flugpreise grundsätzlich immer mit Handgepäck

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier