Die zerstörte Bombardier CRJ 900 von Air Canada: Unglückliche Verkettung von diversen Umständen.

NTSB-ZwischenberichtTechnikpannen und verspätet erfasster Warnruf führten zur tödlichen Kollision in LaGuardia

Der NTSB-Bericht zeichnet ein klares Bild: Fehlende Transponder, verspätete Warnsignale und Missverständnisse im Funkverkehr ebneten den Weg für die Kollision der Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrfahrzeug in New York-LaGuardia.

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Jetzt ist klar, wie es zum schrecklichen Unglück am Flughafen New York-LaGuardia kommen konnte. Die Bombardier CRJ 900 von Air Canada Jazz war am 22. März als Flug AC8646 aus Montreal kommend auf Landebahn 04 gelandet. Dort stieß sie mit einem Feuerwehrfahrzeug vom Typ Oshkosh Striker 1500 zusammen, das die Piste querte.

Der nun veröffentlichte vorläufige Bericht des National Transportation Safety Board zeigt mehrere System- und Kommunikationsprobleme. Die Feuerwehr war kurz vor der Landung der CRJ900 auf die Piste gefahren. Zwar hörte der Fahrer den warnenden Funkspruch der Lotsen: «Stopp, stopp, stopp». Er konnte ihn jedoch zunächst nicht eindeutig zuordnen, so der Bericht des NTSB.

Beide Piloten von Air Canada starben bei der Kollision

Erst Sekunden später, als «Truck 1, Stopp, Stopp, Stopp» gefunkt wurde, wurde ihm klar, dass der Befehl dem eigenen Fahrzeug galt – da war es bereits zu spät. Er erinnerte sich später daran, links abgebogen zu sein und dabei die Lichter des Flugzeugs auf der Startbahn gesehen zu haben.

Die Ermittler des NTSB stellten zudem fest, dass das Bodenradarsystem keine Warnung auslöste, unter anderem weil das Feuerwehrfahrzeug keinen Transponder hatte. Auch die Pisten-Einfahrtslichter schalteten sich erst Sekunden vor der Kollision ab. Bei dem Unfall kamen beide Piloten ums Leben, rund 40 Menschen wurden verletzt. Es war der erste tödliche Zwischenfall am Flughafen New York-LaGuardia Airport seit 34 Jahren.

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