Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro (links) und Gran Canaria (rechts): Auf Touristen angewiesen.

Teneriffa, Palma, Gomera und HierroKanareninseln bekommen eigene Fluggesellschaft

Vier kanarische Inseln gründen eine eigene Fluggesellschaft. So will die lokale Tourismusindustrie unabhängiger von Airlines und Reiseveranstaltern werden.

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Covid-19 gab es noch gar nicht, als die Idee aufkam. Nachdem der britische Reiseriese Thomas Cook vergangenen September Insolvenz anmeldete und mit ihm auch seine britische Fluggesellschaft verschwand, war man auf den Kanaren schockiert. Auf einen Schlag fehlten wichtige Flugverbindungen, die Urlauber auf die Inseln brachten.

«Unsere Abhängigkeit von Dritten, die uns diese Touristen bringen, ist total», kommentierte damals der Chef der Asociación Hotelera y Extrahotelera de Tenerife, La Palma, La Gomera y El Hierro Ashotel. Er meint damit nicht nur die Fluggesellschaft, sondern auch die Reiseveranstalter, die zunehmend Probleme haben. Er brachte daher die Idee auf, eine eigene Airline zu gründen.

Zwei bis drei Flugzeuge

Es sei einfach, unter den lokalen Tourismusunternehmern 10 Millionen Euro aufzutreiben, um eine eigene Airline zu gründen, so der Chef der Vereinigung der Hotels auf den spanischen Inseln gegenüber dem Portal Hosteltur. Die Idee ist trotz Corona-Krise nicht gestorben. Sie wurde sogar inzwischen konkret.

Auch wenn das Startdatum und der Name der Fluggesellschaft noch nicht bekannt sind, hat sich die Hotelvereinigung Ashotel schon ein Flugzeug beschafft. Gemäß dem Portal Preferente ist es ein  Airbus A319, der früher Atlantic Airways gehörte und der Leasingfirma Gecas gehört. Als die Idee vergangenen Herbst aufkam, war von einer Flotte mit zwei bis drei Flugzeugen die Rede. Zuerst wollte man Ziele in Spanien bedienen, danach im Rest Europas.

Viele Airlines

Auf den Kanaren gab es immer wieder eigene Fluggesellschaften. Viele aber verschwanden auch wieder. Erfolgreich unterwegs sind seit Längerem Binter und Canarfly.

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