Abschuss im IranZwei Raketen trafen Boeing 737 von Ukraine International

Ein neues Video zeigt: Auf die Boeing 737 von Ukraine International wurden von der iranischen Armee nicht nur eine, sondern zwei Raketen abgefeuert.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Hassan Rouhani spricht klare Worte: «Es ist ein unverzeihlicher Fehler.» Deshalb fordert der iranische Präsident ein Sondergericht, um die Verantwortlichen für den Abschuss der Boeing 737 von Ukraine International Airlines abzuurteilen, wie er am Dienstag (14. Januar) ankündigte. Die iranische Armee hatte am Wochenende zugegeben, das Passagierflugzeug am 8. Januar versehentlich abgeschossen zu haben.

Jetzt zeigt sich, dass die Generäle beim Geständnis nicht die ganze Wahrheit sagten. Sie erklärten, man habe an jenem Morgen mit Gegenschlägen der USA gerechnet. Die Boeing 737 sei in dieser nervösen Stimmung fälschlicherweise für einen amerikanischen Marschflugkörper gehalten worden. Ein Kommunikationsproblem sei hinzugekommen. Daher habe der Verantwortliche nur zehn Sekunden Zeit gehabt, um zu entscheiden.

Nach 45 Sekunden brennt die Boeing 737 heftig

Die Zeitung New York Times veröffentlichte jetzt ein von Experten verifiziertes Video*, das am schicksalhaften Morgen des 8. Januar von einer Sicherheitskamera im Dorf Bidkaneh bei Teheran aufgenommen wurde. Es zeigt, wie eine erste Rakete auf das Flugzeug abgeschossen wird und nach rund 15 bis 20 Sekunden Flug die Boeing 737 von Ukraine International trifft. Der Flieger flog danach aber weiter und drehte ab – ob gewollt oder ungewollt ist unbekannt.

Rund 30 Sekunden nachdem aus der iranischen Kaserne die erste Rakete abgeschossen wurde, folgte jedoch eine zweite Rakete, wie das Video zeigt. Danach hatten die ukrainischen Piloten keine Chance mehr. Rund 45 Sekunden nach dem zweiten Treffer begann das Flugzeug heftig zu brennen.

Das Ganze dauerte zwei Minuten

Danach stürzte es in einem Feuerball zu Boden. Knapp zwei Minuten dauerte das gespenstische Schauspiel um Flug PS752 insgesamt, zwei Minuten, die 176 Menschen das Leben kosteten.

* Der Zeitstempel auf dem Video zeigt 2019-10-17, nicht 8. Januar 2020. Die New York Times führt das darauf zurück, dass das Kamerasystem den persischen und keinen gregorianischen Kalender verwendet. Der 8. Januar entspricht dem 18. des Dey (10. Monat des persischen Kalenders). Die Diskrepanz um einen Tag wird auf den Unterschied zwischen persischen und gregorianischen Schaltjahren zurückgeführt.

Mehr zum Thema

Iran gibt Abschuss der Boeing 737 zu

Iran gibt Abschuss der Boeing 737 zu

Acht Flüge starteten direkt vor Abschuss der Boeing 737

Acht Flüge starteten direkt vor Abschuss der Boeing 737

ticker-boeing-1

Boeing steigt aus Wettbewerb um neuen Jet-Trainer der US Navy aus

ticker-boeing-1

Boeing rüstet MQ-28 Ghost Bat für größere Reichweite und höhere Feuerkraft auf

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil