GeständnisIran gibt Abschuss der Boeing 737 zu

Nun herrscht Klarheit: Der Iran gibt zu, die Boeing 737 von Ukraine International versehentlich mit einer Rakete abgeschossen zu haben.

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Nachdem am Vortag iranische Vertreter die Möglichkeit noch völlig ausschlossen, machte Staatspräsident Hassan Rouhani am Samstagmorgen (11. Januar) reinen Tisch. «Die Islamische Republik Iran bedauert diesen katastrophalen Fehler zutiefst», sagte er bei Twitter. «Meine Gedanken und Gebete gehen an alle trauernden Familien. Ich spreche ihnen mein aufrichtiges Beileid aus.»

Eine interne Untersuchung der Streitkräfte habe ergeben, dass «Raketen, die aufgrund menschlichen Versagens abgefeuert wurden, den schrecklichen Absturz des ukrainischen Flugzeugs und den Tod von 176 unschuldigen Menschen verursacht haben», so Rouhani weiter. Wie iranische Medien schreiben, flog die Boeing 737-800 von Ukraine International Airlines nach dem Start am Mittwochmorgen an einer «heiklen militärischen Einrichtung» vorbei. Für die Armee habe zu dem Zeitpunkt «höchste Alarmstufe gegolten».

Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen

Der Abschuss sei ein Versehen in der Hektik gewesen, heißt es von der iranischen Armee. In den Stunden nach den Angriffen auf die Basen der USA im Irak habe es «einige Berichte über Luftziele in Richtung der strategischen Zentren des Landes» gegeben. Zudem seien «eine Reihe von Zielen auf einigen Radarschirmen erschien, welche die Empfindlichkeit der Luftverteidigungsnetze erhöhten», erklärte der Chef der Armee in einer Stellungnahme.

Man führe nun die Untersuchung zum bedauerlichen Zwischenfall weiter. Die Verantwortlichen würden «umgehend» zur Rechenschaft gezogen und der Militärjustiz zugeführt. Zudem habe man tief greifende Änderungen bei den internen Abläufen eingeleitet, damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholen kann.

176 Menschen starben

Die Boeing 737 von Ukraine International stürzte wenige Minuten nach dem Start rund 15 Kilometer nördlich des Imam Khomeini International Airports von Teheran ab. Sie fiel in Felder, auf einen Bewässerungskanal und unbebautes Gelände im Vorort Parand. Alle neun Besatzungsmitglieder und 167 Passagiere starben beim Unglück.

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