Cristiano Ronaldo gilt für viele als einer der besten und technisch stärksten Fußballspieler der Welt. Passenderweise trägt der Flughafen seiner Heimat Madeira seit 2017 Ronaldos Namen. Denn der Flughafen zählt zu den spektakulärsten und anspruchsvollsten der Welt. Seine exponierte Lage zwischen steilem Hang und Meer macht den Airport besonders anfällig für Windscherungen, die den Anflug für die Crews deutlich erschweren können.
Und so kann es immer vorkommen, dass Flugzeuge nicht direkt auf Madeira landen können. Doch was die Reisenden von Wizz-Air-Flug W42989 am 27. Februar erleben mussten, war auch für Madeira etwas Besonderes: Der aus Wien kommende Airbus A321 Neo mit der Kennung HA-LDA flog knapp zwei Stunden lang Warteschleifen nordöstlich der Atlantikinsel.
Landung auf Nachbarinsel Porto Santo
Der Wizz-Air-Flug war um kurz nach sechs Uhr morgens lokaler Zeit am 27. Februar in Wien gestartet. Die Route führte nördlich an den Alpen vorbei, dann über Frankreich und Spanien. Südlich von Lissabon in Portugal erreichte der Flug den Atlantik. Nach insgesamt rund vier Stunden Flugzeit leitete die Crew den Sinkflug ein – und kurz danach begann das große Kreisen.
Laut Daten des Flugnavigationsportals Airnav Radar begann die Maschine um 10:17 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit den Warteschleifen. Ganze 18 Runden später landete das Flugzeug schließlich um 12:31 Uhr – allerdings nicht auf Madeira, sondern auf der Nachbarinsel Porto Santo. Und das, ohne einen einzigen Landeversuch auf Madeira.
Auch auf zweitem Flug muss Wizz-Air-Jet kreisen
Knapp vier Stunden später flog der Airbus A321 Neo von Porto Santo weiter nach Madeira. Auf dem eigentlich kurzen Flug von Insel zu Insel drehte der Jet erneut zehn Warterunden und brauchte vom Start bis zur Landung mehr als 1:20 Stunde. Mit einer Gesamtverspätung von etwa sechseinhalb Stunden erreichten die Reisenden schließlich ihr Ziel.
Doch Wizz-Air-Flug W42989 war bei Weitem nicht der einzige, der am vergangenen Freitag Probleme hatte am Flughafen Madeira. Aufgrund starker Winde waren am Vormittag rund drei Stunden lang gar keine Landungen möglich. Allein an diesem Tag gab es 11 Stornierungen und 18 Verspätungen.
Auch Condor schaffte einst 18 Warteschleifen
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