Eine Boeing 737 Max von Flydubai: In solche einem Jet spielten sich die dramatischen Szenen ab.

Flug FZ1073Flydubai-Kopilot wollte Boeing 737 Max offenbar auf Flughafen Tel Aviv stürzen lassen

Der Kopilot von Flydubai-Flug FZ1073 wollte das Flugzeug offenbar nicht nur an einem beliebigen Ort zum Absturz bringen. Sein eigentlicher Plan war ein Anschlag mit der Boeing 737 Max auf den Flughafen Tel Aviv, wie er gegenüber Ermittlern ausgesagt haben soll.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Zuerst wollte er den Kapitän ausschalten - aber was war dann der Plan des Kopiloten auf Flydubai-Flug FZ1073 am 30. September? Das hat er laut israelischen Medienberichten gegenüber saudi-arabischen und emiratischen Ermittlern nun gesagt.

Demnach war der eigentliche Plan des Ersten Offiziers nicht nur, das Flugzeug an einem beliebigen Ort zum Absturz zu bringen, sondern es in ein Gebäude oder ein anderes Flugzeug am Flughafen Tel Aviv zu steuern. Daher habe er den Plan gehabt, nach dem Ausschalten des Kapitäns den Flug normal fortzusetzen und alle Landefreigaben zu erhalten.

Als Passagiere eingriffen, änderte er seinen Plan

Doch als es dem verletzten Kapitän gelang, die Tür zu öffnen, und Passagiere ins Cockpit eindrangen, schickte der Kopilot die Boeing 737 Max in einen steilen Sinkflug und versuchte, Instrumente im Cockpit zu zerstören, damit eine Rettung des Jets unmöglich wird.

Weiterhin soll der omanische Staatsbürger den Ermittlern gesagt haben, er habe die Idee für solch einen Anschlag bereits im Kopf gehabt, als er sich einen neuen Arbeitgeber suchte. Flydubai habe er bewusst ausgewählt, weil die Fluggesellschaft nach Tel Aviv fliegt.

Kopilot stand offenbar schon im Juli kurz vor Anschlag

Laut seinen Aussagen war er in den vergangenen Monaten mehrmals mit Flydubai nach Israel eingereist und begann im Juni, Informationen für einen Anschlag zu sammeln. Im Juli habe er dann seinen Plan bereits umsetzen wollten, aber im letzten Moment darauf verzichtet, weil sich ein Freund unter den Besatzungsmitgliedern befunden hätte.

Der Kopilot wurde zunächst in Saudi-Arabien verhört, wo das Flugzeug gelandet war, nachdem Passagiere den Mann überwältigt hatten und eine mitfliegende Crew das Steuer übernahm. Nun befindet er sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Von israelischen Ermittlern wurde er laut den Berichten noch nicht verhört, dies soll aber noch geschehen.

Sie lesen uns regelmäßig? Dann werden Sie Teil der Menschen, die unsere Arbeit möglich machen. Ihr Abo stärkt unabhängigen Luftfahrtjournalismus und sorgt zugleich für ein werbefreies Leseerlebnis. Und das für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Eine Boeing 737 Max von Flydubai: Airlines müssen vorher Listen nach Israel schicken.

Israel lag Crew-Liste vor Flydubai-Flug FZ1073 vor - doch Fragen zur Überprüfung sind offen

Flugzeug von Flydubai: Die Airline hat einiges aufzuklären.

Bei Ex-Arbeitgeber wegen Radikalisierung verbannt: Warum wurde der Kopilot bei Flydubai angestellt?

Pilot Machchhar (links) und Indiens Premiermisnister Modi (rechts): Beide haben zehn Minuten miteinander gesprochen.

Wie der Kapitän von Flydubai die dramatischen Minuten im Cockpit erlebte

Jet von Flydubai startet am Flughafen Dubai International: Die Route nach Tel Aviv ist vorerst aus dem Programm genommen.

Wie der Flydubai-Vorfall den Flugverkehr zwischen Israel und den Emiraten verändert

Video

dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack