Flugzeug von Flydubai: Die Airline hat einiges aufzuklären.

TerrormotivBei Ex-Arbeitgeber wegen Radikalisierung verbannt: Warum wurde der Kopilot bei Flydubai angestellt?

Jetzt bestätigen auch die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate terroristische Absichten beim Zwischenfall auf dem Flydubai-Flug nach Tel Aviv. Der Kopilot aus dem Oman hatte sich offenbar zunehmend radikalisiert und wurde bei seinem früheren Arbeitgeber deswegen aus dem Cockpit verbannt.

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Jetzt ist definitiv klar, dass der Kopilot von Flydubai terroristische Absichten hatte. Das bestätigte der Generalstaatsanwalt der Vereinigten Arabischen Emirate am Samstag (3. Oktober). Zuvor hatte es dazu nur Aussagen aus der israelischen Politik gegeben. Der Erste Offizier von Flug FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv vom 30. September habe den Kapitän mit der Rettungsaxt angegriffen und verletzt, sagte der Generalstaatsanwalt weiter.

In der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate heißt es, der Kopilot habe während des Angriffs versucht, die Kontrolle über die Boeing 737 Max 8 von Flydubai zu übernehmen. Passagiere und mitreisende Besatzungsmitglieder griffen ein, überwältigten ihn und stabilisierten das Flugzeug mit dem Kennzeichen A6-FKF.

Axt wird in jedem Flugzeug mitgeführt - auch im Cockpit

Jedes Flugzeug mit mehr als neun Sitzplätzen muss nach den Vorschriften der Easa auch in Europa eine Axt mit sich führen. «Crash axe» ist der Fachbegriff für das Werkzeug. Es besteht aus speziell starken Legierungen und ist gegen Stromschlag isoliert. Die Axt muss im Cockpit aufbewahrt werden. In einem Airbus A320 befindet sich eine in einer Konsole hinter dem rechten Sitz, Flugzeuge mit mehr als 200 Plätzen müssen zwingend eine zweite Axt mitführen, die bei den hintersten Küchen aufgehängt ist. Ursprünglich war sie dafür gedacht, bei einem Absturz schnell aus dem Cockpit zu kommen. Heute geht es eher darum, an Brandherde zu kommen, die hinter einer Abdeckung entstehen können.

Das Wall Street Journal bestätigt vorherige Berichte, der Kopilot sei omanischer Staatsbürger. Die Zeitung schreibt, er sei früher bei Oman Air geflogen. Doch nach einer gewissen Zeit wurde er dort aus dem Cockpit verbannt, da er zunehmend extremistische Ansichten entwickelt hätte. Offenbar wurde er auf einen Verwaltungsposten versetzt.

Warum war der Kopilot auf dem Israel-Flug eingeteilt?

Später wechselte er zu Flydubai. Warum er dort angestellt wurde, ist nicht klar, ebenso wenig, welche Hintergrundchecks durchgeführt wurden. Ebenfalls eine offene Frage ist, weshalb er von Flydubai auf Flug FZ1073 eingeteilt wurde. Cockpitpersonal, das aus Ländern stammt, mit denen Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält, darf nach israelischem Recht nicht nach Israel fliegen, was in Vereinbarungen mit anderen Ländern verankert ist.

aeropur hinweis

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