Piloten in einem Cockpit: In den USA steht ein Fake-Pilot vor Gericht.

United Airlines, Hawaiian, American AirlinesBetrüger erschlich sich als Fake-Pilot Gratis-Tickets und gelangte ins Cockpit

Ein Mann erschlich sich Gratistickets, indem er sich als Flugbegleiter und als Pilot von verschiedenen Airlines ausgab. So gelangte er sogar ins Cockpit.

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Dass Steven Spielbergs «Catch Me If You Can» nicht nur ein unterhaltsamer Film, sondern für manche auch eine Anleitung zum Hochstapeln werden könnte, hätten die Macher kaum vorausgesehen. Leonardo DiCaprio verkörpert darin einen charmanten Betrüger, der sich mit gefälschten Identitäten als Pilot, Arzt und Anwalt ausgibt und so Millionen ergattert.

Erst im Juni 2025 stand in Florida ein Mann vor Gericht, der sich sechs Jahre lang als Fake-Flugbegleiter ausgab, Gratistickets erschwindelte und unbefugt gesicherte Flughafenbereiche betrat. Doch das war offenbar kein Einzelfall: Die Staatsanwaltschaft Hawaii hat nun einen 33-jährigen Kanadier angeklagt, der eine ähnliche Betrugsmasche nutzte - nur etwas dreister.

Betrüger flog als Pilot im Cockpit

Der Mann wurde in Panama festgenommen und an die USA ausgeliefert. Laut Gerichtsakten gab er sich von 2020 bis 2024 Jahre lang abwechselnd als Pilot und Flugbegleiter aus. Mit gefälschten Mitarbeiterausweisen buchte er Hunderte Gratisflüge, ähnlich wie sein «Kollege» aus Florida.

Doch anders als der Florida-Betrüger ging der Kanadier noch einen Schritt weiter: Er setzte sich laut Anklage mindestens einmal auf den Jumpseat im Cockpit und gab sich dabei als Pilot aus. Laut den Gerichtsakten sind große US-Airlines mit Hauptsitzen in Honolulu, Chicago und Fort Worth betroffen - also wahrscheinlich Hawaiian Airlines, United Airlines und American Airlines.

Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft

Er arbeitete tatsächlich von 2017 bis 2019 als Flugbegleiter bei einer Airline in Toronto, heißt es in den Akten. In der Metropole haben Porter Airlines und Sunwing ihren Hauptsitz. Beide Fluglinien verweigerten auf Medienanfragen hin jede Stellungnahme. Nach seinem Ausscheiden startete er die Betrugsmasche mit den Gratisflügen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft, eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar sowie eine anschließende Bewährungszeit.

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