Airbus A321 Neo: Der Computer des Höhenleitwerk kann unter Umständen fehlerhaft arbeiten.

Easa verordnet KorrekturBehörde entdeckt Problem beim Airbus A321 Neo

Ein Flugsteuerungscomputer des Airbus A321 Neo könnte zu gefährlichen Situationen führen, warnt die europäische Luftfahrtbehörde Easa.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Die europäische Luftfahrtbehörde Easa hat beim Airbus A321 Neo einen Fehler in der Steuerung entdeckt. Am Mittwoch (17. Juli) gab sie darum an alle Betreiber des Flugzeugmodells eine sogenannte Lufttüchtigkeitsanweisung (Englisch: Airworthiness Directive) heraus. Das Problem könne bei gewissen Fliegern und in ganz spezifischen Situationen zu einer «reduzierten Kontrolle des Flugzeuges» führen, heiß es darin.

Analysen der Behörde haben einen Fehler bei einem Flugsteuerungscomputer ergeben, der für die Steuerung der Höhen- und Querruder zuständig ist. Unter «gewissen Bedingungen und während bestimmten Manövern» kann dieser bei A321 Neo «überzogene Neigungslagen» verursachen, schreibt die Easa in der Anweisung. Genauere Details nennt sie allerdings nicht. Die Behörde fordert jetzt alle betroffenen Fluggesellschaften auf, in den nächsten Wochen Anpassungen bei den Bedienungshandbüchern für Piloten vorzunehmen.

Erst temporäre Maßnahme

Der fehlerhafte Computer ist nicht in allen A321 Neo verbaut. Dennoch sollen die Handbücher bei allen Fliegern geändert werden. Bei Flugzeugen mit dem betroffenen Bauteil haben Airlines bis Ende August Zeit, die von Airbus erarbeiteten Anpassungen vorzunehmen und die Flugbesatzungen über den möglichen Fehler zu informieren. Bei der Anweisung handelt es sich vorerst um eine vorübergehende Maßnahme, weitere könnten folgen, schreibt die Easa weiter.

Die mögliche Schwachstelle des Airbus A321 Neo zwischen Flugsteuerung und Höhenleitwerk erinnert entfernt an die Probleme, die aktuell noch immer für das weltweite Grounding der Boeing 737 Max sorgen. Es gilt mittlerweile als sicher, dass das umstrittene MCAS-System die beiden tragischen Abstürze der 737 Max in Indonesien und Äthiopien mit verursachte. Das Flugsteuerungssystem soll durch inkorrekte Daten der Anstellwinkel-Sensoren die Höhenleitwerke falsch getrimmt und die Flugzeugnase nach unten gedrückt haben.

Easa unter Beschuss

Während der Untersuchung der beiden 737-Max-Abstürze geriet auch die Easa in Kritik. Sie soll neben der amerikanischen FAA bereits vor den Unfällen über mögliche Sicherheitsrisiken bei der 737 Max Bescheid gewusst haben.

Mehr zum Thema

Pilot des Superjets meldete Probleme mit Flugsteuerung

Pilot des Superjets meldete Probleme mit Flugsteuerung

Programmier-Code (Symbolbild): Boeing setzt auch auf Subunternehmen.

Sparte Boeing bei Softwareentwicklern?

ticker-sri-lankan

Airbus-Korruptionsaffäre in Sri Lanka: Gericht fordert Ermittlungsbericht

ticker-airbus-beluga

Airbus steigert Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2026 deutlich - Prognose bestätigt

Video

fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack
iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Unglücksort: Das Wrack der ATR 72 von Voepass.
Schon lange vor dem Absturz der ATR 72 mit 62 Toten waren bei Voepass Probleme mit Wartung und Enteisung bekannt. Dennoch wurde laut Erkenntnissen der brasilianischen Bundespolizei nicht konsequent gehandelt. Ihre Ermittlungen belasten die Fluggesellschaft - aber auch die Luftfahrtbehörde Anac.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin