Unglück in MoskauPilot des Superjets meldete Probleme mit Flugsteuerung

41 Menschen starben bei der Bruchlandung eines Superjets von Aeroflot in Moskau-Sheremetyevo. Der Flughafen veröffentlichte nun ein Funkprotokoll und liefert dabei neue Hinweise zum Ablauf des Unfalls.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Beim Unglück eines Superjet 100 von Aeroflot kamen am Sonntag (5. Mai) 41 Menschen ums Leben. Mittlerweile werten Ermittler den stark beschädigten Flugschreiber aus, um herauszufinden, warum Flug SU1492 verunfallte. Die Betreibergesellschaft des Flughafens Moskau-Sheremetyevo veröffentliche nun ein Protokoll des Sprechfunks zwischen den Piloten des Superjets, der Flugsicherung und den Rettungskräften. Dieses gibt neue Einblicke in das, was sich in der Luft und am Boden abgespielt hat.

Das Protokoll weist auf technische Probleme hin. Gegen 18:02 Uhr Ortszeit hob der Superjet 100 vom Moskauer Flughafen ab. Genau zehn Minuten später meldeten die Piloten der Leitzentrale der Flugsicherung den Ausfall des Funk-Kommunikationssystems und den Wunsch, wieder zum Startort zurückkehren. Eine Minute später meldete sich die Besatzung auch beim zuständigen Lotsen mit demselben Anliegen.  Jetzt erwähnten die Piloten auch den Verlust der «automatischen Flugsteuerung».

Laut Flughafen in der Luft noch kein Notfall

Ob hiermit der Autopilot oder das Flugsteuerungssystem gemeint ist, geht aus dem Protokoll nicht hervor. In einem Funkgespräch zwischen Mitarbeitern des Flughafens und der Flugsicherung rund zwei Minuten später, ist von einem Anflug und einer Landung im «normalen Modus» die Rede. Worauf sich diese Aussage bezieht, wird ebenfalls nicht richtig klar. Nach Aufzeichnungen des Flugaufzeichnung-Dienstes Flightradar 24 ist mittlerweile bekannt, dass das Flugzeug bereits in der Luft auf seinem Transponder den international gültigen Notfall-Code 7700 abgesondert hatte.

Bereits kurz nachdem Unglück wurden in vielen Medien Stimmen laut, dass die Flughafenfeuerwehr zu spät alarmiert worden sei und nicht während der Notlandung bereitgestanden habe. Gegen die Vorwürfe wehrt sich die Gesellschaft des Flughafens Moskau-Sheremetyevo mit der Veröffentlichung des Protokolles indirekt. So betont sie, dass die ersten Rettungskräfte schon eine Minute nachdem der Alarm ausgelöst wurde, am Unglücksort waren. Laut Vorschrift der russischen Behörden sind dafür bis zu drei Minuten zulässig.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack