Es waren nur die letzten Meter am Ende eines fast elf Stunden langen Fluges von Lufthansa. Doch genau sie beschäftigen nun die Unfallermittlungsbehörde. Flug LH459 von San Francisco nach München befand sich am Montag (17. August) im Endanflug auf Piste 26L, als der Airbus A380 mit dem Kennzeichen D-AIML bereits vor der Landebahnschwelle den Boden berührte.
Der Superjumbo traf dabei mindestens eine Leuchte der Befeuerung. Das berichtet das Portal Aviation Herald. Lufthansa bestätigte gegenüber dem Fernsehsender RTL, dass es in diesem Bereich zu einer Beschädigung der Landebahnbefeuerung gekommen sei. Der Kontakt hinterließ offenbar auch am Flugzeug Spuren: An mehreren Reifen wurden die Laufflächen beschädigt. Die Besatzung setzte die Landung dennoch ohne weitere Zwischenfälle fort. Der Airbus A380 rollte aus und anschließend selbstständig zum Vorfeld.
Ermittler untersuchen, wieso der Airbus A380 zu früh aufsetzte
Die 351 Passagiere konnten den A380 nach Angaben von Lufthansa regulär verlassen. Weshalb die D-AIML bereits vor der vorgesehenen Landebahn Bodenkontakt hatte, ist bislang nicht bekannt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU untersucht den Vorfall. Der Airbus A380 mit dem Kennzeichen D-AIML steht weiterhin am Boden.
In den Stunden vor der Ankunft von LH459 war das Wetter in München wechselhaft. Die Wettermeldungen verzeichneten unter anderem kräftige Regenschauer und Gewitter, zeitweise war auch die Sicht deutlich eingeschränkt. Später verbesserten sich die Bedingungen wieder. Ob das Wetter mit dem ungewöhnlich frühen Aufsetzen in Zusammenhang stand, lässt sich aus den bisher vorliegenden Informationen nicht ableiten.
Nur kurz zuvor ein Zwischenfall auf derselben Piste
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