A380 von Lufthansa: Der Flug nach Peking wird bald billiger.

Airlines sparen Hunderte Millionen

Nach 40 Jahren fällt die russische Abgabe für Jets, die Sibirien überfliegen. Das beflügelt den Flugverkehr nach Asien.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der Punkt im Abkommen von 2006 wurde einfach vergessen. Als sich die Mitgliedsstaaten vor fünf Jahren für eine Aufnahme Russlands in die Welthandelsorganisation WTO aussprachen, rangen sie dem Kreml Zugeständnisse ab. Eines war die schrittweise Streichung der sogenannten Sibirien-Steuer. Sie wird von allen Fluggesellschaften verlangt, die den Luftraum über dem russischen Fernen Osten durchqueren. Zwischen 220 bis über 300 Millionen Euro kommen so jedes Jahr für die Staatskasse in Moskau zusammen. Doch trotz der Ankündigung blieb die Steuer bis jetzt bestehen. Ende November erinnerten sich die Vertragsparteien nun aber wieder an ihre Versprechen und einigten sich auf einen Kompromiss in der Umsetzung.

Die Regierung in Moskau zeigt sich bereit, die Steuer bereits ab Januar 2012 für alle neuen Flüge zu erlassen. Und ab 2014 entfällt die Sibirien-Abgabe dann ganz. Das entlastet die Airlines nicht nur direkt, sondern auch indirekt. Experten erwarten, dass nun diverse europäische Fluggesellschaften ihre Frequenzen nach Asien erhöhen. Das führt zu Zusatzeinnahmen. Andere werden ihre Umgehungsrouten aufgeben und so Kerosin sparen. Gemäß Craig Jenks vom Beratungsunternehmen Airline/Aircraft Projects in New York verteuerte die russische Spezialsteuer, die als einmalig in der Welt gilt, die Kosten pro Hin- und Retourflug um rund 100 Dollar oder bis zu 10 Prozent, wie er gegenüber dem Fachportal Airlineberg sagte.

Künftig noch Abgaben

Russland führte die Steuer in den Siebzigerjahren ein, um an Devisen zu kommen. Mit einem Teil des Geldes wurde damals Aeroflot finanziert, später profitierten auch andere Fluggesellschaften davon. Russland wird jedoch nicht ganz leer ausgehen. Denn die neu über Sibirien fliegenden Jets werden Abgaben für die Flugaufsicht entrichten müssen.

Mehr zum Thema

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Airbus A330 von Aeroflot: Bald mit iranischen Teilen?

Von der Airbus-A330-Wartung zur Teilefertigung: So weit gingen Russlands Pläne mit Iran

Video

lufthansa erster airbus a350 1000 erstflug 01
Der erste Airbus A350-1000 der deutschen Fluggesellschaft trägt den XXL-Kranich und hat nun erstmals den Boden verlassen. Noch sitzen aber keine Lufthansa-Piloten am Steuer.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil