Michael O'Leary: Er müsste eigentlich Auskunft geben.

Michael O'LearyRyanair-Chef soll vor deutsches Gericht

Ein deutsches Arbeitsgericht zitiert Michael O'Leary zu sich. Der Ryanair-Chef muss persönlich zu den Arbeitsbedingungen seiner Piloten Auskunft geben. Der Ire will aber offenbar nicht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Wesel hat sich hohen Besuch eingeladen - allerdings nicht als freundschaftliche Geste. Das Arbeitsgericht der niederrheinischen Kleinstadt hat für den 1. Juli das persönliche Erscheinen von Ryanair-Chef Michael O'Leary angeordnet. Ein ehemaliger Pilot der irischen Billigairline hat gegen Ryanair und den Personaldienstleister Brookfield Aviation International geklagt, berichtet das Wirtschaftsmagazin Brand Eins (Artikel nicht online).

Bei der Klage soll es um Ansprüche aus dem ehemaligen Arbeitsverhältnis gehen, schreibt das Magazin. Auch um Fragen der Sozialversicherungspflicht gehe es dabei. Der Pilot war als Selbstständiger für Ryanair geflogen. Erst gerade hatte eine Studie der Universität Gent ausführlich durchleuchtet, mit welchen Tricks Ryanair arbeitsrechtliche Verpflichtungen umgeht. Im Zentrum stand dabei auch der Personaldienstleister Brookfield.

Piloten in Scheinselbstständigkeit

Die Lowcost-Airline heuert einen Großteil der Piloten über die Firma an. Sie sitzt in einem tristen Backsteingebäude im Industrieviertel der britischen Stadt Epsom bei London. Brookfields Buchhalter gründen Mini-Firmen, bei denen die Piloten dann Direktoren werden. Als solche gehen sie dann einen Vertrag mit Brookfield ein, gemäß dem ihre Mini-Firma die Pilotendienste anbietet.

Diese Dienste wiederum bietet dann Brookfield Ryanair an. Die Piloten arbeiten meist Vollzeit – unter schlechteren Bedingungen als fest Angestellte und sie sind nur scheinbar selbständig, Zeit für andere Aufgaben haben sie nicht.

Michael O'Leary will nicht kommen

Michael O'Leary will der Vorladung aus Wesel offenbar nicht nachkommen. «Wir können bestätigen, dass unser Chef am 1. Juli nicht in Deutschland sein wird», heißt es von Ryanair. In der Regel würden sich die Personalabteilung und die Rechtsanwälte um «solche Angelegenheiten» kümmern.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Ryanair: Bald mehr in Riga unterwegs.

Ryanair verspottet Air Baltic als «Zombie» - und greift die kriseldne Airline frontal an

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair kommt bei Landung mit Winglet der Piste gefährlich nahe

ticker-ryanair

39 Prozent der Ryanair-Aktionärinnen und -Aktionäre stimmen gegen Michael O’Learys Vergütung

ticker-ryanair

Ryanair-Chef widerspricht Darstellung nach Fensterbruch

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies