Absturz der Antonov An-148Russische Behörden durchleuchten Saratov Airlines

Nach dem Absturz der Antonov An-148 nehmen die russischen Behörden Saratov Airlines unter die Lupe. Die Fluggesellschaft genießt nicht den besten Ruf.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Saratov Airlines ging am Montag (12. Februar) in die Offensive. Man stelle vorderhand alle Flüge mit Antonov An-148 ein und grounde die sechs Maschinen des Typs in der Flotte. Zugleich drückte die Fluggesellschaft allen Hinterbliebenen der Opfer von Flug 6W703 ihr Beileid aus.

Währenddessen durchsuchten die inzwischen rund 600 Helfer weiter die Felder bei Stepanovskoye südwestlich von Moskau nach Teilen der abgestürzten An-148. Sie liegen über ein Gebiet von rund 30 Hektar verstreut. Bis jetzt haben die Behörden rund 500 Fragmente des Flugzeuges sichergestellt und 1400 Körperteile, wie die Nachrichtenagentur Sputnik meldet. Zudem haben sie auch die zweite Blackbox geboren, welche die Stimmen und Geräusche im Cockpit aufzeichnet.

2015 einmal Lizenz verloren

Noch am Sonntag haben die Behörden die Büros von Saratov Airlines durchsucht. Sie haben dabei Dokumente beschlagnahmt. Die 1994 gegründete Fluggesellschaft soll nun eingehender durchleuchtet werden. Gemäß russischen Presseberichten diskutieren das Transportministerium und die Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya über einen Entzug der Betriebserlaubnis.

Saratov Airlines betreibt eine Flotte von sechs Antonov An-148 und vier Embraer E195. Damit fliegt sie 46 Ziele in Russland, Armenien und der Ukraine an. Gemäß der Nachrichtenagentur Eurasia Daily genießt sie nicht den besten Ruf. In Kundenforen gebe es viele Klagen über schlechten Service und tiefe Sicherheitsstandards. 2015 wurde Saratov Airlines zudem einmal die Lizenz entzogen, da die Tochter des Geschäftsführers unberechtigt im Cockpit mitgeflogen war.

Gab es eine Explosion?

Noch gibt es keine schlüssigen Hinweise auf de Ursache. Augenzeugen wollen eine Explosion unter der Tragfläche gesehen haben, bevor das Flugzeug absackte. Auch meldete eine Zeitung gestern, der Pilot habe über technische Probleme berichtet. Dem wurde aber von den Behörden aufgrund des aktuellen Ermittlungsstandes widersprochen.

Mehr zum Thema

nordatlantik

Russische Raketen-Warnung sorgt für Stress auf Flügen zwischen Europa und Nordamerika

A320 von Ural Airlines: Auch bei der Airline kam es kürzlich zu Problemen mit einem Triebwerk.

Russische Fluggesellschaften leiden unter unheimlicher Serie an Triebwerkspannen

Ilyushin-Chefs Daniil Brenerman vor der Il-114-300: Das erste Flugzeug hat jetzt die Kabinenausstattung bekommen.

Erster Blick in die Kabine der Ilyushin 114-300

Cessna Skylane in Russland: Die Regierung will jetzt eigenen Kleinflugzeuge bauen.

Russland will Alternative zu Cessna und Co. entwickeln

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack