Airbus A350 von Qatar Airways: Die Fluggesellschaft muss Umwege fliegen.

Wegen BlockadeQatar Airways fordert fünf Milliarden Schadenersatz

Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sollen für Schäden aufkommen, die durch ihre Blockade entstanden sind. Darauf klagt Qatar Airways.

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Gut auf sich zu sprechen waren die Länder zwar schon länger nicht. Dennoch kam die Entscheidung am 5. Juni 2017 völlig überraschend. Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate brachen damals ihre diplomatischen Beziehungen mit Katar ab.  Der Kleinstaat unterstütze terroristische und sektiererische Gruppen, darunter die Muslimbrüder, al-Qaida, Hamas oder Daesh, so die Begründung.

Zugleich sperrten die vier Länder ihren Luftraum für katarische Flugzeuge. Djibouti, Jordanien, die Komoren, die Malediven, Mauretanien, Senegal schlossen sich der Blockade von Katar an. Das hatte für Nationalairline Qatar Airways drastische Folgen. Nicht nur kann sie wichtige Destinationen in den boykottierenden Ländern nicht mehr anfliegen, sie muss seither auch Umwege fliegen.

Uno gab Katar recht

Gegen das Vorgehen klagte Katar bei der Icao und bekam recht. Die vier zentralen Blockade-Staaten aber wollten das nicht auf sich sitzen lassen und stellten die Zuständigkeit der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation in Abrede. Doch der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen lehnte die Berufung am 14. Juli ab und gab damit Katar recht.

Das nimmt Qatar Airways offenbar zum Anlass, auf Schadenersatz zu klagen. Insgesamt fünf Milliarden Dollar fordert die Fluggesellschaft von Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Länder verstießen nicht nur gegen internationale Konventionen zur Zivilluftfahrt, sondern auch gegen «mehrere verbindliche Abkommen, die sie unterzeichnet haben», schreibt sie in einer Mitteilung.

Drei Jahre ohne Ergebnisse

Unter anderem verletzen die Blockade-Staaten den Vertrag über Investitionen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit oder den Vertrag über Investitionen der Arabischen Liga. Deshalb habe man bei den Schiedsstellen sogenannte Einleitungsanzeigen eingereicht. «Nachdem mehr als dreijährige Bemühungen um eine einvernehmliche Lösung der Krise zu keinem Ergebnis geführt haben, haben wir den Beschluss gefasst» zu klagen, so Akbar AL Baker, Chef von Qatar Airways.

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