Straßenszene in Katar: Das Land wird isoliert.

Luftraum gesperrtAirlines stoppen Flüge nach Katar

Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Luftraum für Qatar Airways gesperrt und Flüge nach Katar verboten.

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Die Krise schwelte seit einiger Zeit. Nun ist sie in aller Schärfe ausgebrochen. Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und  die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Montag (5. Juni) ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen.  Jemen und die Malediven schlossen sich an. Hintergrund ist der Vorwurf der Länder, das Emirat im Osten der Arabischen Halbinsel destabilisiere die Region.

Die Anschuldigungen an die katarische Regierung sind schwerwiegend. Sie unterstütze diverse terroristische und sektiererische Gruppen, darunter die Muslimbrüder, al-Qaida, Hamas oder Daesh, so Saudi-Arabien in einer Stellungnahme. Vom diplomatischen Streit ist auch die Luftfahrt betroffen. Die fünf Länder haben angekündigt, alle Verkehrsverbindungen nach Katar zu kappen.

Viele betroffene Routen

Als erste Fluglinie hat Etihad Airways reagiert und einen Flugstopp angekündigt. Die Airline aus Abu Dhabi flog bisher vier Mal pro Tag nach Doha. Auch Emirates und Flydubai fliegen ab Dienstag (6. Juni) nicht mehr von Dubai nach Katar. Die anderen Fluggesellschaften werden folgen, die zusammen Dutzende Flüge pro Tag nach Katar im Angebot haben. Aus den fünf Ländern fliegen auch Air Cairo (ab Alexandria, Asyut, Sohag), Egypt Air (ab Kairo), Air Arabia (ab Ras al Khaimah und Sharjah), Air Arabia Egypt (ab Alexandria), Gulf Air (ab Bahrain) und Saudia (Jeddah und Riyadh) nach Doha.

Am härtesten trifft das Embargo aber Qatar Airways. Die staatliche Fluglinie Katars fliegt in Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zahlreiche Ziele regelmäßig an. So verbindet sie etwa Doha 14 Mal pro Tag mit Dubai.

Umwege erforderlich

Das ist nur eines der Probleme von Qatar Airways. Die fünf Länder haben auch ihren Luftraum für Katar gesperrt. Das bedeutet für die Fluggesellschaft Umwege. Bisher kommen Flüge aus den USA und Südeuropa oftmals über Saudi-Arabien in Doha an, solche aus Asien über die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Sperrung bedeutet für Qatar Airways daher Umwege und damit Verspätungen und ein höherer Kerosinverbrauch.

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