<a href="https://www.aerotelegraph.com/primera-air-stellt-offenbar-fluege-ein">Primera Air</a> war am 1. Oktober am Ende.

Billig-Langstreckenairline pleitePrimera Air stellt Flüge ein

Die nächste europäische Fluggesellschaft ist pleite: Die Billig-Langstreckenairline Primera Air stellt den Betrieb ein.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

In den letzten Wochen strotze Primera Air noch vor Tatendrang. Die nordische Fluggesellschaft kündigte für kommenden Sommer neue Basen in Berlin, Frankfurt und Madrid an. Von dort aus wollte sie Billigflüge nach Nordamerika anbieten.

Dazu wird es nicht kommen. Wie ein Manager in einer internen Email an die Mitarbeiter bekannt gibt, stellt Primera Air am Montagabend (1. Oktober) alle Flüge ein. «Wir wurden gerade informiert, dass Primera Air Nordic und Primera Air Scandinavia morgen Insolvenz anmelden», schreibt er. Primera Air bestätigt die Pleite gegenüber aeroTELEGRAPH.

Zu hohe Kosten

Es gebe dafür sicher viele Gründe, aber hohe Kosten für die Flugzeuge «sowie die Verspätungen unserer neuen Airbus-Flieger und die Kosten für Wet-Leasing und Annullierungen waren am Ende zu viel». Der Eigner hätte versucht, die weitere Finanzierung zu sichern, aber das habe nicht geklappt.

Das Management der Primera-Gruppe, zu der die Airline gehört, wird in einer Mitteilung, die aeroTELEGRAPH vorliegt, deutlicher. «In den vergangenen zwei Jahren haben verschiedene unglückliche Umstände Primera Air finanziell belastet», heißt es. Unter anderem habe man 2017 ein Flugzeug wegen «schwerer Probleme mit Korrosion» komplett renovieren und die Kosten dafür selbst tragen müssen. Das habe über 10 Millionen Euro gekostet.

Flieger zu spät, 20 Millionen Mehrkosten

2018 habe dann eigentlich mit einem «fantastischen Start der Billig-Langstrecke» begonnen. «Aber, wegen großer Verspätungen der Flugzeuglieferungen wurde dieser Start extrem problematisch.» Annulierungen, operative Herausforderungen und dadurch ausbleibende Einnahmen seien nur der Anfang. Das Leasing von Fluggerät habe noch einmal Kosten von 20 Millionen verursacht.

Nachdem man die potenziellen Verluste wegen weiterer Verspätungen von Auslieferungen, sowie das schwierige Marktumfeld mit hohen Treibstoffpreisen und hartem Preiswettbewerb analysiert habe, habe man keine andere Wahl gehabt, als den Betrieb einzustellen, so Primera Air.

Flugzeug in Stansted einbehalten

Offenbar kann die Flugesellschaft auch ihre aktuellen Rechnungen nicht mehr zahlen. In einem Schreiben des Flughafens London Stansted, das auf Twitter kursiert, heißt es, dass der Airport den Airbus A321 Neo mit der Kennung OY-PAF festhält, bis ausstehende Flughafengebühren bezahlt sind.

Mehr zum Thema

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack