Boeing 737 von Pobeda in Memmingen: Die Airline muss sich verkleinern.

Wegen SanktionenWeil Ersatzteile fehlen, muss Pobeda die Flotte verkleinern

Die Aeroflot-Tochter hat als Folge der Sanktionen zu wenig Ersatzteile. Deshalb legt Pobeda 16 Boeing 737 still.

Top-Jobs

Hahnair

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Auf der Prioritätenliste von Pobeda stehe die Sicherheit seit jeher ganz zuoberst, schreibt Andrey Yurikov in einem Brief an die Mitarbeitenden. Deshalb werde man die Flotte umgehend auf 25 Flugzeuge verkleinern, so der neue Chef der russischen Billigairline. Das bedeutet eine Reduktion um 40 Prozent.

Aktuell zählt der Flugzeugpark von Pobeda 41 Boeing 737-800. Ab sofort fliegen nur noch 25 davon. 16 werden eingemottet, bis «mindestens Ende 2022», wie es im Schreiben heißt. Das sei «hart», so Yurikov, aber man habe die Argumente für und gegen die Entscheidung genau abgewogen. So könne man die Sicherheit gewährleisten.

Bedarf an Ersatzteilen decken

Die Verkleinerung werde vorgenommen, um «den Bedarf an Ersatzteilen für die gesamte Flotte in Zukunft zu decken», so Yurikov. Er war früher Sicherheitsverantwortlicher der Aeroflot-Tochter und wurde nach dem Abgang des früheren Chefs nach Ausbruch des Ukraine-Krieges zum neuen Chef ernannt. Mit 25 Flugzeugen sei Pobeda wieder so groß wie 2019, fügt er an.

Ende Februar verhängten die USA und die EU wegen der russischen Invasion in der Ukraine Sanktionen gegen die russische Luftfahrtindustrie. Ersatzteillieferungen an Fluggesellschaften sowie Wartung, Unterstützung und Versicherung für russische Airlines und Flugzeuge sind seither verboten. Darum haben sich nicht nur Airbus und Boeing aus Russland zurückgezogen, sondern auch Lufthansa Technik.

Weniger Ziele, drohende Beschlagnahmungen

Mit der Verkleinerung der Flotte kann Pobeda die Probleme beim Nachschub von Ersatzteilen lösen. Die 16 geparkten Boeing 737 dienen jetzt als Lager für Teile. Das Technikteam kann sie bei den stillgelegten Jets aus- und in die fliegenden einbauen.

Zugleich sind selbstredend viele Ziele für die Billigairline wegen der Luftraumsperre in Europa sowieso nicht mehr erreichbar - so etwa die in Deutschland. Kommt hinzu, dass Pobeda alle ihre Flugzeuge least, rund 40 Prozent der Flotte stammen dabei von westlichen Leasingfirmen, die sie eigentlich zurücknehmen müssten, wenn sie das könnten.

Mehr zum Thema

Flughafen Kaliningrad: Gibt es bald Verbindungen nach Serbien?

Russland öffnet Kaliningrad für serbische Airlines

Tupolev Tu-324: Auferstehung geplant.

Russland baut erstmals Fabrik für eigene Businessjets

Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.

Zelenskyys Airbus A319 entgeht offenbar nur knapp einer Drohne

ticker-russland

Ukrainische Angriffe: Russische Flughäfen mussten im August 993 Mal vorübergehend schließen

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack