Das aufgeschlitzte Gebäude: Aus der Tragfläche trat Treibstoff aus.

Pilot der B747 fuhr falsch

[image1]Eine Boeing 747 von British Airways krachte in Johannesburg in ein Gebäude. Nun ist klar, warum es zum ungewöhnlichen Zwischenfall kam.

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Es hat nicht nur fürchterlich gekracht, als der Jumbo-Jet von British Airways letzten Sonntag (22. Dezember) am Flughafen Johannesburg kurz nach 23 Uhr Ortszeit mit der rechten Tragfläche das zweistöckige Backsteingebäude rammte. Wie die südafrikanische Aufsichtsbehörde South African Civil Aviation Authority (Sacaa) mitteilt, floss danach auch Kerosin aus. «Der Treibstoff ergoss sich auf das Gebäude, das noch immer Strom hatte. Da waren elektrischen Kabel», erzählte ein Augenzeuge gegenüber dem Fernsehsender Eyewitness News. Er habe Angst gehabt, dass das Flugzeug Feuer fange.

Gemäß Sacaa konnte die Flughafenfeuerwehr das Leck aber schnell unter Kontrolle bringen und den Ausfluss von Kerosin stoppen. Den 185 Passagieren und 17 Besatzungsmitgliedern ist daher nichts passiert. Vier Mitarbeiter des Flughafens OR Tambo verletzten sich jedoch durch herab fallende Trümmer im beschädigten Gebäude.

Rollweg nicht für Großraumflugzeuge wie die B747 gemacht

Nun ist auch klar, was genau passiert ist. Der Pilot der Boeing 747-400 bekam die Erlaubnis zum Start auf Startbahn 03L (siehe Karte unten). Dorthin sollte er nach Anweisungen des Kontrollturms über Rollweg B (Bravo Apron) gelangen. Doch statt B zu folgen und links abzubiegen, fuhr er geradeaus weiter auf Rollweg M (Mike Apron) - eine Sackgasse. Dieser Rollweg ist nicht für Großraumflugzeuge gemacht. Deshalb touchierte die Boeing 747 mit ihrer Spannweite von 64,4 Metern das Gebäude am Rande des Rollwegs, wie die Sacaa festhält.

Experten der South African Civil Aviation Authority inspizierten bereits die Unfallstelle. Das Flugzeug wurde inzwischen vom Ort weggeschleppt und wird repariert. Was genau dazu führte, dass der Pilot die Abzweigung verpasste, wird noch abgeklärt. Dazu werden die Aufnahmen des Funkverkehrs ausgewertet.

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