So soll der Mven Expedition aussehen: Kostenpunkt bis zu 2 Millionen Dollar.

Russlands neuer Regional-Flieger

In Russland arbeitet ein privates Unternehmen an einem neuen Regionalflieger für Passagiere. Und der soll schon bald auf den Markt kommen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Russland braucht neue Regionalflieger. Das verkündete Premierminister Dmitri Medwedew schon im August. Die Flotten der nationalen Fluggesellschaften seien was die regionalen Strecken angeht völlig veraltet. Zur Not solle man bei der Entwicklung neuer Maschinen für den russischen Markt auch mit Hilfe von außen annehmen. Denn das Projekt alleine zu stemmen sei alles andere als einfach. Aber offenbar ist das nun doch irgendwie gelungen. Wie der russische Industrieminister Denis Manturov nun laut der russischen Zeitung Gudok bekannt gab, soll ein kleines privates Unternehmen aus der Stadt Kasan innerhalb der nächsten drei Jahren einen solchen Flieger entwickeln.

Mit staatlicher Unterstützung soll die Firma Mven das Turboprop-Flugzeug bauen. Laut Medienberichten war eigentlich ein Flieger für 11 Passagiere geplant, der aber nun auf eine Kapazität von 16 Passagieren erweitert werden kann. Der zweimotorige Flieger soll sehr effizient sein, da er zu einem großen Teil mit leichten Werkstoffen gebaut wird. Die Arbeit an dem Modell begann schon 2008, auch Tests im Windtunnel wurden bereits abgeschlossen. Der Mven Expedition - so der Arbeitstitel - soll eine Reiseflughöhe um die 7000 Meter erreichen und 350 Kilometer in der Stunde schnell fliegen. Die Kosten pro Jet veranschlagt Mven auf rund eine bis zwei Millionen Dollar.

Noch weitere Flieger geplant

Für die Airlines werde es sich lohnen, sich für den Flieger zu entscheiden, so Mven. Durch die höhere Effizienz seien die Kosten pro Passagier pro Kilometer weit geringer als mit bisherigen Fliegern. Und das senke die Ticketpreise und erhöhe in der Folge die Verkäufe, so das Unternehmen. In drei Jahren sollen die Flieger dann bereits abheben. Dass das Projekt realisierbar ist, hätte man nach langer Prüfung des Business-Plans festgestellt, erklären der Hersteller und auch die Regierung. Nach dem 16-Sitzer sollen nach Wunsch der Regierung dann sogar noch größere Flieger folgen. Bis zu 40 Passagiere sollen diese dann transportieren, berichtet die Lokalzeitung Dkvartal.

Der Bedarf nach solchen Fliegern ist hoch. Hunderte werde man in der Zukunft brauchen, schätzt das Luftfahrtministerium. Denn ein Großteil der russischen Regionalflotte ist veraltet. Und das dämpft das Wachstum: 4,5 Millionen Passagiere zählt der russische Regionalmarkt. Das sind etwa 15 Prozent des Gesamtaufkommens, wie der Premier vorrechnet. Doch seit 2003 sei der Markt kaum gewachsen. Viele Städte seien immer noch nicht direkt miteinander verbunden, die es eigentlich sein sollten.

Beihilfen vom Staat

In einer Art Sicherheits-Offensive kündigte die Regierung daher auch an, Fluggesellschaften Beihilfen zu gewähren, die ihre Regionalflotte ausbauen. Bei Propellerfliegern gelte das für bis zu 56 Sitze, bei Jets bis zu 72 Sitze. Eine Bedingung ist, dass die Flieger nicht mehr als zehn Jahre auf dem Buckel haben dürfen. Eine Reihe alter Sowjetflieger wurde nach einer verheerenden Unfallbilanz im Jahr 2011 von der Regierung in Russland gesperrt. So etwa die Tu-134 oder die An-24.

Mehr zum Thema

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

ticker-aeroflot

Aeroflot verbindet Irkutsk mit chinesischer Strand-Destination

Techniker von Aeroflot: Das Wartungsunternehmen Aeroflot Technics ist Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden.

Schwerer Hackerangriff legt Aeroflot Technics lahm - an einem ganz besonderen Datum

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Video

united airlines boeing 787 9 elevated relax row
Mehr Platz zum Liegen in der Economy: United Airlines führt ab 2027 Sitzreihen ein, die sich in eine Schlafcouch verwandeln lassen. Die amerikanische Fluggesellschaft folgt damit einem Konzept, das andere Airlines bereits vorgemacht haben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack