Dreamliner von Kenya Airways: Die Fluggesellschaft soll neu aufgestellt werden.

Nach hohen VerlustenNeue Regierung will Kenya Airways aufteilen

Die Nationalairline des ostafrikanischen Landes ist chronisch defizitär. Die neue Regierung ist nicht mehr bereit, ihr mit immer mehr Geld zu helfen. Sie plant, Kenya Airways neu auszurichten.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es ist ein unrühmliches Jubiläum. Seit neun Jahren hat Kenya Airways keinen Gewinn mehr gemacht. Und es wird auch ein zehntes Minusjahr geben. In den ersten sechs Monaten von 2022 hat die Nationalairline des ostafrikanischen Staates einen Reinverlust von 14,9 Milliarden Schilling oder 121 Millionen Euro eingeflogen. Schuld seien der hohe Ölpreis und Hedgingverluste, erklärt sie.

Doch es gibt durchaus auch hausgemachte Probleme. Kenya Airways bleibe wegen «Missmanagement und eigennützigen Interessen einiger weniger Personen» hartnäckig in den roten Zahlen, erklärte dieser Tage Onesmus Kipchumba , designierter Kabinettssekretär für Verkehr bei einer Befragung im Parlament. Überlebt hat die Fluggesellschaft nur dank wiederholter Geldspritzen des Staates. Erst kürzlich hat sie 20 Milliarden Schilling erhalten und für das kommende Budgetjahr hat der Staat weitere 36 Milliarden zur Stützung von Kenya Airways vorgesehen.

Potenziale besser ausschöpfen

Weiteres Geld soll es keines mehr geben. Nachdem die frühere Regierung eine Verstaatlichung vorsah, will die neue Regierung unter Präsident William Ruto den staatlichen Anteil von derzeit 48,9 Prozent nicht weiter erhöhen. «Wir wollen, dass Kenya Airways ein Unternehmen in Privatbesitz bleibt», führte Kipchumba aus. Neben der Regierung halten derzeit Banken 38 Prozent, KLM 7,8 Prozent sowie Privataktionäre den Rest der Anteile.

Zugleich laufe eine Restrukturierung bei Kenya Airways, so Kipchumba. Die Fluggesellschaft soll dabei in Tochtergesellschaften aufgespalten werden. Vor allem will der Regierung Ruto das Passagier- vom Frachtgeschäft trennen und eine eigene Chartertochter schaffen. So könne man das Potenzial der beiden Bereiche besser nutzen, erklärte der Regierungsvertreter.

Allianz wird vorangetrieben

Bereits seit einigen Monaten arbeitet Kenya Airways an einer engen Allianz mit South African Airways. In einem ersten Schritt beschlossen die Airlines Codeshare-Flüge, um mehr Ziele anbieten zu können. Sie planen aber auch, sich bei Know-how, Innovationen und Technik auszutauschen und so beide zu profitieren. Später wollen sie ihre Frachtkapazitäten gegenseitig vermarkten. Für später ist auch eine tiefere Integration anvisiert. Dann soll idealerweise auch ein Partner in Westafrika hinzukommen.

Mehr zum Thema

Geflüchtete Affen: Sie mussten eingeschläfert werden.

Kenya Airways setzt Laboraffen auf No-Fly-List

Boeing 777 von Kenya Airways: Große Pläne.

South African und Kenya Airways planen pan-afrikanische Fluglinie

Flieger von Kenya Airways: Die Airline macht schon länger Verluste.

Staat muss Kenya Airways stützen

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil