Flugzeug am Himmel: fliegen wird immer sicherer.

Neue Zahlen der IataNach 535 Jahren der erste tödliche Unfall

Die Luftfahrt befindet sich in der tiefsten Krise ihrer Geschichte. Doch es gibt auch Positives zu berichten: Die Sicherheit verbessert sich weiter.

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Weniger Unglücke, weniger Unfälle mit Toten und weniger Todesopfer. Und zwar sowohl im Vergleich zum Vorjahr wie auch gegenüber dem Durchschnitt von 2014 bis 2018.  So lautet die Sicherheitsbilanz der Luftfahrt 2019.

Dabei nahm die Zahl der Flüge in den letzten vier Jahren um ein Viertel auf 46,8 Millionen zu. Die Zahl der Passagiere stieg in diesem Zeitraum von 3,3 auf 4,5 Milliarden. Das zeigt die am 6. April 2020 veröffentlichte Statistik des Branchenverbandes Iata.

«Jeder Tote ist einer zu viel»

240 Todesopfer waren 2019 zu beklagen. Im Vorjahr waren es noch 523, im Fünfjahresschnitt 303 Tote gewesen. 2017 hatte es nur 19 Tote gegeben. Die tiefen Zahlen zeigen klar, dass ein einziger Unfall die Jahresstatistik über den Haufen werfen kann.

«Jeder Tote ist einer zu viel», kommentiert die Iata dennoch. Am Thema Sicherheit müsse unablässig gearbeitet werden. «Wir setzen uns auch in der tiefsten Krise dafür ein, die Luftfahrt noch sicherer zu machen», kommentiert Generaldirektor Alexandre de Juniac die Bilanz.

Iata-Zertifizierung wirkt

Flüge mit Todesopfern hat es im vergangenen Jahr acht gegeben. «Basierend auf dem Todesfallrisiko im Jahr 2019 könnte ein Passagier im Durchschnitt 535 Jahre lang jeden Tag einen Flug nehmen, bevor er einen Unfall mit Toten erlebt», so Juniac. Die Unfallrate, gemessen in Unfällen pro Million Flüge, sank in der Branche insgesamt von 1,36 auf 1,13, die der Iata-Mitglieder gar von 1,06 auf 0,87.

Fluggesellschaften mit der Iata-Sicherheitszertifizierung Iosa verzeichneten eine fast zwei Mal bessere Unfallquote als andere Fluggesellschaften (0,92 gegenüber 1,63). Alle Mitgliedsfluggesellschaften müssen das Iosa-Sicherheitsaudit durchlaufen, für nicht Iata- Gesellschaften ist es freiwillig.

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