Flugzeug am Himmel: fliegen wird immer sicherer.

Neue Zahlen der IataNach 535 Jahren der erste tödliche Unfall

Die Luftfahrt befindet sich in der tiefsten Krise ihrer Geschichte. Doch es gibt auch Positives zu berichten: Die Sicherheit verbessert sich weiter.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Weniger Unglücke, weniger Unfälle mit Toten und weniger Todesopfer. Und zwar sowohl im Vergleich zum Vorjahr wie auch gegenüber dem Durchschnitt von 2014 bis 2018.  So lautet die Sicherheitsbilanz der Luftfahrt 2019.

Dabei nahm die Zahl der Flüge in den letzten vier Jahren um ein Viertel auf 46,8 Millionen zu. Die Zahl der Passagiere stieg in diesem Zeitraum von 3,3 auf 4,5 Milliarden. Das zeigt die am 6. April 2020 veröffentlichte Statistik des Branchenverbandes Iata.

«Jeder Tote ist einer zu viel»

240 Todesopfer waren 2019 zu beklagen. Im Vorjahr waren es noch 523, im Fünfjahresschnitt 303 Tote gewesen. 2017 hatte es nur 19 Tote gegeben. Die tiefen Zahlen zeigen klar, dass ein einziger Unfall die Jahresstatistik über den Haufen werfen kann.

«Jeder Tote ist einer zu viel», kommentiert die Iata dennoch. Am Thema Sicherheit müsse unablässig gearbeitet werden. «Wir setzen uns auch in der tiefsten Krise dafür ein, die Luftfahrt noch sicherer zu machen», kommentiert Generaldirektor Alexandre de Juniac die Bilanz.

Iata-Zertifizierung wirkt

Flüge mit Todesopfern hat es im vergangenen Jahr acht gegeben. «Basierend auf dem Todesfallrisiko im Jahr 2019 könnte ein Passagier im Durchschnitt 535 Jahre lang jeden Tag einen Flug nehmen, bevor er einen Unfall mit Toten erlebt», so Juniac. Die Unfallrate, gemessen in Unfällen pro Million Flüge, sank in der Branche insgesamt von 1,36 auf 1,13, die der Iata-Mitglieder gar von 1,06 auf 0,87.

Fluggesellschaften mit der Iata-Sicherheitszertifizierung Iosa verzeichneten eine fast zwei Mal bessere Unfallquote als andere Fluggesellschaften (0,92 gegenüber 1,63). Alle Mitgliedsfluggesellschaften müssen das Iosa-Sicherheitsaudit durchlaufen, für nicht Iata- Gesellschaften ist es freiwillig.

Ethiopian-Crash als größter Unfall

In Europa gab es keine Totalschaden-Flugunfälle mit Flugzeugen über 5,7 Tonnen Startgewicht. Die unsicherste Region umfasst wie in den vergangenen Jahren die Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Der größte Flugunfall war mit 157 Toten der Absturz der Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines bei Addis Abeba. 41 Menschen starben bei einer missglückten Notlandung eines Superjet 100 in Moskau-Sheremetyevo.

Mehr zum Thema

Trümmer von MH17: Airlines war die Gefahr nicht bewusst.

Ein fataler Crash pro Woche?

Flugzeuge, die am 30. Dezember um 13 Uhr in der Luft waren: Immer mehr Flüge, immer weniger Tote.

Auf jedem zweimillionsten Flug passiert ein schlimmes Unglück

Bangor Airport am Sonntagabend: Der Wintersturm wütete auch hier.

Bombardier Challenger 650 in den USA abgestürzt

Absturzstelle der Citation: Das Flugzeug krachte in eine Werrkstatt.

Cessna Citation III stürzt in Mexiko in eine Lkw-Werkstatt

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin