Konzept Hyzero der RWTH Aachen: Der Entwurf überzeugte die Jury  der NASA/DLR Design Challenge.

Entwurf für WasserstofffliegerMit plattem Rumpf und flexiblen Flügeln in die Zukunft

In einem Wettbewerb von DLR und Nasa haben Nachwuchsforscherinnen und -forscher Wasserstoffflieger für 150 Reisende entwickelt. Das Sieger-Konzept hat drei Triebwerke und fast keine Fenster.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Es sind zwei große Namen. Jedes Jahr suchen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR und die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa die besten Ideen von Studierenden. Die Herausforderung 2021: Ein mit Wasserstoff betriebenes Kurz- bis Mittelstreckenflugzeug für 150 Reisende entwerfen, das bis 2035 einsatzbereit sein könnte.

Dabei mussten die jungen Forscherinnen und Forscher Szenarien für eine 600 und eine 2000 Kilometer weite Flugstrecke berücksichtigen. Und dafür mussten sie anhand des Flugzeugentwurfs eine Gesamtenergiebilanz erstellen. Sieger des deutschen Teils des Wettbewerbs ist ein Team der RWTH Aachen mit einem Entwurf namens Hyzero.

Verformbare Flügel, fast keine Fenster

Der Flieger verfügt über einen Rumpf, der nach heutigen Maßstäben flach gedrückt aussieht. Das DLR spricht von einem «Auftrieb erzeugenden Doppelrumpf». Oben daran angebracht sind verformbare, ultraglatte Laminar-Flügel, die über Streben mit dem unteren Teil des Rumpfes verbunden sind. Die Flügelspitzen sind - wie bei der Boeing 777X - einklappbar.

Hyzero hat nicht ein klassisches Leitwerk, sondern ein V-förmiges. Der Rumpf verfügt über so gut wie keine Fenster. Ein hybrider Antriebsstrang ermöglicht die Direktverbrennung von Wasserstoff, ebenso wie die Stromgewinnung über Brennstoffzellen. Der Wasserstofftank sitzt im Heck.

Ziel ist die klimaneutrale Luftfahrt

Ein zusätzliches Triebwerk am Heck nutzt außerdem den Grenzschichteffekt für einen besonders effizienten Antrieb. Ein ähnliches Konzept hatte kürzlich auch schon die Forschungseinrichtung Bauhaus Luftfahrt vorgestellt.

Das DLR lobt den Siegerentwurf Hyzero: «Insgesamt benötigt dieses Flugzeug rund 40 Prozent weniger Energie als von einem vergleichbaren konventionell angetriebenen Referenzflugzeug im Jahr 2035 zu erwarten wäre.» An diesem Entwurf zeige sich, «dass die Zukunft der klimaneutralen Luftfahrt bei Flugzeugen liegt, die besonders wenig Energie verbrauchen, die zudem aus regenerativen Quellen bereitgestellt wird».

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder von Hyzero und anderen Entwürfen des Wettbewerbs.

Mehr zum Thema

Visualisierung des Fliegers mit zusätzlichem Rumpfantrieb: Er wird elektrisch betrieben über Generatoren an den anderen Triebwerken.

Drittes Triebwerk am Heck soll Flugzeuge effizienter machen

Airbus testet Wasserstoff mit A380

Airbus testet Wasserstoff mit A380

Das Turboprop-Konzept: Nimmt rund 100 Fluggäste auf und fliegt bis zu 1850 Kilometer weit.

Lufthansa redet mit Airbus über Wasserstoffflieger

ticker-nasa

Nasa testet Flüge mit Cessna 208B Caravan ohne Cockpitpersonal

Video

1784
Menschen sind wieder auf dem Weg zum Mond - zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert. Den Raketen-Start der Mission Artemis 2 sahen Passagiere eines Delta-Air-Lines-Fluges aus der Luft.
Timo Nowack
Timo Nowack
parallel landing san francisco
Am Flughafen von San Francisco sind parallele Landungen künftig tabu. Die neue Regel der US-Luftfahrtbehörde sorgt nicht nur für das Ende eines spektakulären Anblicks – sondern auch für deutlich mehr Verspätungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack