Visualisierung des Fliegers mit zusätzlichem Rumpfantrieb: Er wird elektrisch betrieben über Generatoren an den anderen Triebwerken.

Forscher bestätigen MachbarkeitDrittes Triebwerk am Heck soll Flugzeuge effizienter machen

Viele neue Antriebskonzepte zielen auf kleinere Flugzeuge ab. Jetzt gibt es eine Idee, die Flieger mit mehr als 300 Sitzen effizienter macht - und dafür bei Schiffen abguckt.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Es ist eine neue Idee für den Antrieb. Forscher aus sechs europäischen Ländern haben in den vergangenen drei Jahren ein Konzept überprüft, das Flugzeuge effizienter und weniger klimaschädlich machen soll. Die Flieger haben dabei nicht nur die üblichen zwei Triebwerke unter den Tragflächen, sondern ein drittes am Ende des Rumpfes.

Dieses dritte Triebwerk wird elektrisch betrieben. Es saugt den Luftstrom um den Rumpf herum an und verwandelt ihn in zusätzlichen Schub. Dieser Rumpfantrieb wird über Generatoren an den Triebwerken unter den Tragflächen mit elektrischer Energie versorgt.

Vorbild Schiffsantriebe

Koordiniert hat die Forschung, die mit 3,7 Millionen Euro von der EU gefördert wurde, die Münchener Forschungseinrichtung Bauhaus Luftfahrt. Beteiligt waren Universitäten sowie als Industriepartner Airbus, MTU, Rolls-Royce und Siemens. Bauhaus Luftfahrt erklärt, man übertrage mit dem Konzept das physikalische Prinzip von Schiffsantrieben auf Flugzeuge.

Skizze des neuen Flugzeugs: Mehr Schub dank drittem Triebwerk. Bild: Bauhaus Luftfahrt.

«Schiffspropeller befinden sich in der Regel am hinteren Teil des Schiffes und werden in der Grenzschichtströmung nahe der Schiffsoberfläche betrieben», schreiben die Forschenden. Nun habe man nachgewiesen, das dies auch bei Flugzeugen machbar sei. Das Konzept, das sie Propulsive Fuselage Concept PFC nennen, habe das Potenzial, «eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung effizienterer und umweltfreundlicherer Flugzeuge der Zukunft zu spielen».

5 Prozent weniger Emissionen

Das «PFC-Flugzeug für 340 Passagiere erzeugt 4,7 Prozent weniger CO2-Emissionen als ein ebenso fortschrittliches konventionelles Flugzeug», so Bauhaus Luftfahrt. Zudem sei es kompatibel mit anderen fortschrittlichen Technologien, einschließlich des Wasserstoffantriebs. Als Zeitplan ist die Rede von einer «Vision vom Fliegen im Jahr 2035».

Mehr zum Thema

Airbus testet Wasserstoff mit A380

Airbus testet Wasserstoff mit A380

Visualisierung einer Eviation Alice für DHL Express: Zwölf ...

DHL Express baut Elektrofrachter-Flotte auf

Konzeptgrafik eines Elektrohybridantriebs: Radikale Änderung des Flugzeuges.

Europäische Forscher suchen Durchbruch bei Elektroantrieb

ticker-bauhaus-luftfahrt

Bauhaus Luftfahrt feiert Geburtstag - und nennt die wichtigsten Erkenntnisse aus 20 Jahren

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies