Visualisierung des Fliegers mit zusätzlichem Rumpfantrieb: Er wird elektrisch betrieben über Generatoren an den anderen Triebwerken.

Forscher bestätigen MachbarkeitDrittes Triebwerk am Heck soll Flugzeuge effizienter machen

Viele neue Antriebskonzepte zielen auf kleinere Flugzeuge ab. Jetzt gibt es eine Idee, die Flieger mit mehr als 300 Sitzen effizienter macht - und dafür bei Schiffen abguckt.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Es ist eine neue Idee für den Antrieb. Forscher aus sechs europäischen Ländern haben in den vergangenen drei Jahren ein Konzept überprüft, das Flugzeuge effizienter und weniger klimaschädlich machen soll. Die Flieger haben dabei nicht nur die üblichen zwei Triebwerke unter den Tragflächen, sondern ein drittes am Ende des Rumpfes.

Dieses dritte Triebwerk wird elektrisch betrieben. Es saugt den Luftstrom um den Rumpf herum an und verwandelt ihn in zusätzlichen Schub. Dieser Rumpfantrieb wird über Generatoren an den Triebwerken unter den Tragflächen mit elektrischer Energie versorgt.

Vorbild Schiffsantriebe

Koordiniert hat die Forschung, die mit 3,7 Millionen Euro von der EU gefördert wurde, die Münchener Forschungseinrichtung Bauhaus Luftfahrt. Beteiligt waren Universitäten sowie als Industriepartner Airbus, MTU, Rolls-Royce und Siemens. Bauhaus Luftfahrt erklärt, man übertrage mit dem Konzept das physikalische Prinzip von Schiffsantrieben auf Flugzeuge.

Skizze des neuen Flugzeugs: Mehr Schub dank drittem Triebwerk. Bild: Bauhaus Luftfahrt.

«Schiffspropeller befinden sich in der Regel am hinteren Teil des Schiffes und werden in der Grenzschichtströmung nahe der Schiffsoberfläche betrieben», schreiben die Forschenden. Nun habe man nachgewiesen, das dies auch bei Flugzeugen machbar sei. Das Konzept, das sie Propulsive Fuselage Concept PFC nennen, habe das Potenzial, «eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung effizienterer und umweltfreundlicherer Flugzeuge der Zukunft zu spielen».

5 Prozent weniger Emissionen

Das «PFC-Flugzeug für 340 Passagiere erzeugt 4,7 Prozent weniger CO2-Emissionen als ein ebenso fortschrittliches konventionelles Flugzeug», so Bauhaus Luftfahrt. Zudem sei es kompatibel mit anderen fortschrittlichen Technologien, einschließlich des Wasserstoffantriebs. Als Zeitplan ist die Rede von einer «Vision vom Fliegen im Jahr 2035».

Mehr zum Thema

Airbus testet Wasserstoff mit A380

Airbus testet Wasserstoff mit A380

Visualisierung einer Eviation Alice für DHL Express: Zwölf ...

DHL Express baut Elektrofrachter-Flotte auf

Konzeptgrafik eines Elektrohybridantriebs: Radikale Änderung des Flugzeuges.

Europäische Forscher suchen Durchbruch bei Elektroantrieb

ticker-bauhaus-luftfahrt

Bauhaus Luftfahrt feiert Geburtstag - und nennt die wichtigsten Erkenntnisse aus 20 Jahren

Video

1784
Menschen sind wieder auf dem Weg zum Mond - zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert. Den Raketen-Start der Mission Artemis 2 sahen Passagiere eines Delta-Air-Lines-Fluges aus der Luft.
Timo Nowack
Timo Nowack
parallel landing san francisco
Am Flughafen von San Francisco sind parallele Landungen künftig tabu. Die neue Regel der US-Luftfahrtbehörde sorgt nicht nur für das Ende eines spektakulären Anblicks – sondern auch für deutlich mehr Verspätungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack