Lufthansas Trachtencrew: Eine Münchner Spezialität, einmal pro Jahr.

Drehkreuz-DebatteLufthansa stärkt München den Rücken

Verdirbt die Corona-Krise dem Airport München seine Ausbaupläne mit Lufthansa? Flughafen und Airline wollen solche Spekulationen gar nicht erst aufkommen lassen.

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Der Airbus A350-900 ist zurzeit das modernste Langstreckenflugzeug in Lufthansas Flotte. Stationiert sind alle 16 bisher ausgelieferten Exemplare in München. Im Zuge der Corona-Krise verlegt die Airline nun aber vier der Flieger nach Frankfurt, vier weitere könnten folgen.

Bei manchem ließ das zuletzt Zweifel aufkommen an der Zukunft von München als Langstrecken-Drehkreuz von Lufthansa. Auch die aeroTELEGRAPH-Leser diskutierten heftig darüber, ob sich der Konzern womöglich auf Frankfurt konzentrieren könnte. Die Fluglinie tritt solchen Überlegungen jedoch entgegen.

Auch T-Stiel soll langfristig kommen

Am Dienstagnachmittag (27. Oktober) teilen Lufthansa und der Flughafen München demonstrativ mit, man habe eine Vereinbarung getroffen, «in der die langfristige Weiterentwicklung des Münchner Airports als Drehkreuz des interkontinentalen Luftverkehrs ausdrücklich bekräftigt wird». Ein gegenseitiges Treuebekenntnis.

Die Airline und der Flughafen streben ab 2024 die Wiederherstellung der Flottenstärke von 2019 an. Lufthansa will dann wieder mit bis zu 30 Langstreckenflugzeugen und einem entsprechenden Europa-Netzwerk «für eine effiziente Anbindung des Münchner Airports an das weltweite Luftverkehrsnetz sorgen», heißt es. Langfristig bleibe auch der Ausbau des Satellitenterminals durch einen sogenannten T-Stiel ein Ziel.

«Europas besten Flughafen weiterentwickeln»

Die aktuelle Vereinbarung ist eine Ergänzung zu einem gemeinsamen Ausbauplan aus dem vergangenen Dezember. Damals hieß es: «In einer heute unterzeichneten Absichtserklärung haben beide Seiten ihre gemeinsame Absicht bekundet, das mit dem Terminal 2 verbundene Satellitengebäude durch einen rechtwinklig nach Osten anschließenden Baukörper, den sogenannten ‹T-Stiel›, zu erweitern.»

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärt nun: «Wir stehen ohne Wenn und Aber zu unserem Premium-Drehkreuz in München.» Und auch einen kleinen Seitenhieb Richtung Frankfurt verkneift Spohr sich nicht, wenn er über München anschließend sagt: «Für unsere Kunden wollen wir Europas besten Flughafen weiterentwickeln.»

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