Flug: Die Nachfrage bleibt auch 2019 hoch.

PrognoseIata feiert zehnjährige Gewinnsträhne

Der Weltluftfahrtverband Iata jubelt über einen Erfolg: 2019 wird die Branche das zehnte Jahr in Folge Gewinne schreiben. Das gab es noch nie.

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Für fast jede andere Branche ist es wohl der Normalfall. In der Luftfahrt feiert man jedoch die Leistung in der laufenden Dekade als großen Erfolg. Die Fluggesellschaften der Welt haben nun neun Jahre nacheinander Gewinne geschrieben. Und ein zehntes wird mit 2019 folgen, wie Brian Pearce, Chefökonom des Weltluftfahrtverbandes Iata prognostiziert. «Das ist die längste Gewinnsträhne in der Geschichte.»

Im kommenden Jahr wird die Branche insgesamt 35,5 Milliarden Dollar Gewinn schreiben, schätzt die Iata. Möglich wird das, da es in den letzten Wochen eine deutliche Erleichterung beim zweitwichtigsten Kostenblock der Fluggesellschaften nach dem Personal gegeben hat. Der Kerosinpreis war bis Anfang Oktober auf fast 100 Dollar pro Faß angestiegen. Seither ist er wieder auf unter 80 Dollar gefallen. Und dort werde er vorerst auch bleiben, glaubt Ökonom Pearce.

Bremsen, aber nicht abwürgen

Zugleich wird die Nachfrage nach Flugreisen hoch bleiben. Die bezahlten Passagierkilometer würden um 6 Prozent steigen, prognostiziert Pearce im Jahresausblick 2019, der am Mittwoch (12. Dezember) in Genf vorgestellt wurde. Das sei weniger als 2018, aber mehr als im zwanzigjährigen Durchschnitt. Bei der Fracht rechnet er nur noch mit einer Zunahme von 3,7 Prozent.

Eine Rezession droht laut Pearce nicht. «Wir können keine Anzeichen für einen Einbruch ausmachen», sagt der Iata-Ökonom. Zwar gebe es Wolken am Horizont - ein Handelskrieg zwischen den USA und China und einen No-Deal-Brexit. Aber beides werde das Wachstum zwar bremsen, aber nicht abwürgen, so Pearce.

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