A380 von British Airways: IAG liebt den Jet.

British Airways, Iberia, Aer LingusIAG und der Airbus A380: Es ist kompliziert

IAG gilt als eine der wenigen potenziellen Kundinnen für weitere Airbus A380. Doch der Preis scheint immer noch nicht zu stimmen.

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Er will ihn, er will ihn nicht, er will ihn, er will ihn nicht, er will ihn – er will ihn zumindest vielleicht. Aber dann auch wieder nicht so richtig. Der Beziehungsstatus von IAG-Chef Willie Walsh und dem Airbus A380 hieße bei Facebook wohl «es ist kompliziert».  Die British-Airways Mutter gilt als eine der wenigen möglichen Interessenten für weitere Exemplare des Superjumbos.

Walsh erklärte denn auch immer wieder, er sei empfänglich, sollte es ein gutes Angebot geben. Doch das kam offenbar nicht. Anfang des Jahres nannte er die aktuellen Preise für den Superjumbo «inakzeptabel». Wenige Monate später die Meldung: Die Gespräche mit Airbus zum Thema seien abgebrochen worden. Doch diese Gespräche hatten sich laut Branchenkennern nie in einem konkreten Stadium befunden.

Vor allem Druck auf Airbus

Immerhin: Walsh sieht den Superjumbo weiterhin als Option.  «Wir sind wahrscheinlich eines der wenigen Unternehmen, die den A380 lieben», sagte er laut dem französischen Journal de Aviation diese Woche in Paris. Für British Airways' Heimatflughafen Heathrow sei der Großraumjet ideal. Er sehe weiterhin Platz für bis zu 20 A380 in der Flotte von IAG, so Walsh.

Derzeit fliegt British Airways mit 12 Superjumbos. Zwei Dinge sprechen aus Sicht von IAG für den A380. Besonders British Airways leidet unter den Kapazitätsbeschränkungen am Drehkreuz London Heathrow. Statt mehrmals täglich zu fliegen, könnte die Airline die großen Flugzeuge auf weniger Frequenzen einsetzen. Zudem betreiben die Briten einige sehr gut ausgelastete Routen nach Nordamerika. Auch Iberia und Aer Lingus kommen für IAG als Betreiber in Frage, erklärte Walsh schon vor einiger Zeit.

Alle Optionen offenhalten

Doch im Grunde genommen zeigen seine letzten Aussagen über den Airbus A380 vor allem eines: Walsh wartet immer noch auf ein gutes Angebot von Airbus. Aussagen in den Medien sind denn auch oft Verhandlungstaktik von Airlinechefs. Und das gewünschte Angebot ist noch nicht da. Denn nach all den Liebesbekenntnissen heißt es dann auch: Derzeit stehe keine Erweiterung der Superjumbo-Flotte auf der Agenda. «Aber wenn Airbus ein interessantes Angebot hat – sie haben meine Handynummer», so Walsh.

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