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Finanzielle Probleme

Hong Kong Airlines droht das Grounding

Die Fluglinie musste ihre Langstrecken aufgeben und kann die Mitarbeiter nicht mehr pünktlich bezahlen. Der Regierung macht Hong Kong Airlines Sorgen.

Airbus

Winglet von Hong Kong Airlines: Erstmal keine Langstrecken mehr.

Neu sind die Probleme von Hong Kong Airlines nicht. Bereits im Januar beschäftigte sich die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone mit möglichen Szenarien, sollte die Fluggesellschaft pleite gehen. Nun scheinen die Probleme noch einmal schlimmer geworden zu sein.

Wie die Zeitung South China Morning Post berichtet, erwägt die Luftfahrtbehörde, der Airline die Flugerlaubnis zu entziehen. Ein Grund: Sie kann die Mitarbeiter nicht mehr pünktlich zahlen. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Angestellten von Hong Kong Airlines frühestens am 6. Dezember mit ihren Löhnen für November rechnen können.

Regierung fragt andere Airlines an

Laut Hong Kong Airlines handelt es sich um eine einmalige Sache. Dennoch bereitet das der Regierung Sorgen. Am Freitag (29. November) hat die Air Transport Licensing Authority darum ein Treffen mit Hong Kong Airlines anberaumt. Dort musste die Fluglinie ihre Zahlen offenlegen. Die Folge: Schärfere Auflagen.

Hong Kong Airlines muss der Regierung und der Behörde ab sofort regelmäßig über Fortschritte im operativen Geschäft und bei den Plänen zur Verbesserung der finanziellen Situation informieren. Der Betrieb laufe aber weiter, teilte Hong Kong Airlines am Montag (2. Dezember) mit. Somit scheint das Schlimmste vorerst vermieden zu worden sein. Die Behörde hatte auch ein Grounding der Fluglinie erwogen – temporär oder permanent.

Regierung fragt andere Airlines an

Die Regierung will dennoch auf Nummer sicher gehen. Sie hat sich laut der South China Morning Post bereits auf ein mögliches Ende von Hong Kong Airlines um die Weihnachtszeit vorbereitet. Sie habe andere Fluggesellschaften gebeten, im Zweifel gestrandete Passagiere aufzunehmen.

Schon jetzt streicht die Airline Flüge und trimmt das Streckennetz. Inzwischen bietet sie keine Langstrecken mehr an, aber auch regionale Routen wurden bereits aus dem Flugplan gestrichen. Ein Viertel der rund 40 Flieger starken Flotte von Hong Kong Airlines steht derzeit am Boden.

Besitzerin selbst in finanziellen Schwierigkeiten

Die Fluggesellschaft gehört der chinesischen HNA Group. Doch die steckt selbst in finanziellen Schwierigkeiten und versucht daher auch, Hong Kong Airlines zu verkaufen. Im aktuellen Zustand dürfte das schwierig sein.



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