Boeing 777-9: Das Flugzeug wird wohl sechs Jahre verspätet sein.

Erst 2027Die 777X verspätet sich noch mehr - und das kostet Boeing Milliarden

Das neue Langstreckenmodell bleibt ein Sorgenkind: Statt 2026 wird die 777X wohl frühestens 2027 in den Liniendienst starten - bei Erstbetreiberin Lufthansa. Das bedeutet für Boeing hohe Zusatzkosten.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Eigentlich sollte die Boeing 777X im kommenden Jahr endlich in den Liniendienst starten. Doch daraus wird nichts. Der amerikanische Flugzeugbauer passt den Zeitplan einmal mehr an – und das mit gravierenden Folgen. Nach Informationen aus dem Umfeld des Konzerns ist nun ein Erstflug mit Passagieren erst für Anfang 2027 realistisch, so die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Damit steigt die Verzögerung der 777X auf inzwischen sechs Jahre. Analysten rechnen mit einer zusätzlichen Milliardenbelastung für Boeing. Die möglichen Abschreibungen werden auf 2,5 bis 4 Milliarden Dollar geschätzt. Offiziell will der Hersteller dazu erst am 29. Oktober Stellung nehmen, wenn die Quartalszahlen vorgelegt werden.

Lufthansa plant erst später mit der Boeing 777X

Besonders betroffen sind die beiden größten Kunden der 777X: Emirates und Lufthansa. Beide haben die 777X inzwischen allerdings ohnehin erst für 2027 eingeplant. Der deutsche Konzern hat 20 Boeing 777-9 fest bestellt und hält Optionen für 24 weitere Exemplare. Von der 777-8 F hat er für die Tochter Lufthansa Cargo sieben Exemplare geordert. Lufthansa wird Erstbetreiberin der Passagiervariante.

Für Boeing bedeutet die weitere Verspätung nicht nur entgangene Einnahmen, sondern auch weitere Abschreibungen auf Kundenzahlungen und Preiszugeständnisse. Schon jetzt hat das Programm bereits mehr als elf Milliarden Dollar an Mehrkosten angehäuft. Der neue Konzernchef Kelly Ortberg spricht von einem «Berg an Arbeit», der noch vor dem Programm liegt.

Zulassung der Boeing 777X braucht Zeit

Technische Probleme seien nicht der Grund, heißt es, vielmehr gehe es um das langsame Tempo bei der Zertifizierung durch die Luftfahrtbehörde der USA. «Wir müssen mit der FAA zusammenarbeiten, um das Pendel zurückschwingen zu lassen und einen funktionierenden Prozess zu etablieren», sagte Ortberg erst kürzlich dazu. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir ein neues Flugzeug bauen können, ohne diesen Prozess zu verbessern.»

Flugzeuge fliegen nicht von allein – eine Redaktion ebenso wenig. Hinter aeroTELEGRAPH steckt ein eingespieltes Team, das 365 Tage im Jahr am Start ist, um Ihnen die spannendsten Geschichten aus der Luftfahrt zu bringen. Für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unsere Unabhängigkeit. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Boeing wendet Streik von 15.500 Ingenieurinnen und Ingenieuren und Technikfachkräften ab

ticker-boeing-1

Boeing erhält Milliardenauftrag für neuen US-Navy-Kampfjet F/A-XX

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin