Fertig, Schluss: Der erste Spacejet wird zerlegt.

Erster SpacejetHier wird der Stolz Japans verschrottet

Am Flughafen im amerikanischen Moses Lake haben Bagger damit begonnen, einen Mitsubishi Spacejet zu zerlegen. Es handelt sich um ein ganz besonderes Exemplar des gescheiterten japanischen Regionalflugzeuges.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Der Traum ist ausgeträumt. Mit dem Spacejet wollte Mitsubishi Heavy Industries wieder in den Flugzeugbau einsteigen. Das Modell sollte als das erste in diesem Jahrtausend in Japan entwickelte Passagierflugzeug in Serie gebaut werden. Immerhin hatte der Industriekonzern in den 1960er-Jahren mit der MU-2 einen Großerfolg geschafft. Mehr als 700 Exemplare des zweimotorigen Turboprop-Hochdeckers konnte er absetzen.

2008 wurde das Projekt verkündet, 2023 endgültig eingestellt. Dies geschah, obwohl die Tochter Mitsubishi Aircraft zuletzt noch 247 Bestellungen in den Büchern stehen hatte– etwa von ANA All Nippon Airways, Japan Airlines, Mesa Airlines oder Skywest. Zu groß waren Verspätungen und Budgetüberschreitungen geworden.

2015 den Erstflug absolviert

Jetzt wurde am Grant County International Airport in Moses Lake damit begonnen, das erste Testflugzeug zu zerlegen. Am Flughafen im amerikanischen Bundesstaat Washington hatte sich Mitsubishi Aircraft 2016 für die Testflüge niedergelassen. Fünf Prototypen waren dort stationiert.

Der Rumpf wurde beim Heck bereits von Baggern zerteilt, wie Bilder von vor Ort zeigen. Es handelt sich um den Spacejet mit der Seriennummer 10001 und dem Kennzeichen JA21MJ. Mit ihm verschwindet nicht irgendein Flugzeug. Dieser Spacejet  hatte 2015 – damals noch unter dem Namen Regional Jet – den Erstflug des Regionalflugzeuges absolviert.

Zwei Varianten geplant

Mitsubishi hatte den Spacejet zuletzt in zwei Varianten geplant. Der M100 war trotz der höheren Zahl im Namen die kleinere Version - 34,5 Meter lang und ausgelegt für maximal 88 Reisende. Der Spacejet M90 brachte es auf 35,8 Meter Länge und sollte Platz bieten für bis zu 92 Fluggäste.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder von der Verschrottung des ersten Spacejets. Durch einen Klick aufs Bild öffnet es sich im Großformat.

Mehr zum Thema

Prototyp des Mitsubishi Spacejet im Flug: Wird nichts als eine Erinnerung bleiben.

Mitsubishi begräbt den Spacejet definitiv

Mitsubishi Spacejet: Ob jemals ein Kunde damit abhebt, ist fraglich.

Mitsubishi stoppt Entwicklung des Spacejets - vielleicht für immer

Mitsubishi Spacejet M90: Vorerst die einzige Variante.

Mitsubishi legt Projekt des kleinen Spacejets auf Eis

Mitsubishi Spacejet vor der sechsten Verschiebung?

Mitsubishi Spacejet vor der sechsten Verschiebung?

Video

Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Sturm am Flughafen Forli: Flugzeuge umgedreht.
Ein heftiger Sturm mit Böen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde ist über Forlì in Italien hinweggezogen. Auch der Flughafen wurde getroffen: Zwei eingelagerte Boeing 737 und mehrere Kleinflugzeuge wurden beschädigt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin