Embraer E190 von German Airways: Bis zu zwei flogen für Green Airlines.

Sylt-Route betroffenGerman Airways macht ganz Schluss mit Green Airlines

Schon Mitte Juli stellte German Airways die Kooperation mit der virtuellen Fluglinie größtenteils Teil ein. Jetzt ist ganz Schluss. Green Airlines steht ohne Flugzeuge da.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Im April kündigte Green Airlines an, zwei Embraer E190 im Wet-Lease von German Airways zu mieten. Im Mai wurde klar, dass die virtuelle Fluggesellschaft durch die neue Zusammenarbeit künftig auf die bisherige Partnerin Chalair aus Frankreich verzichtet.

Doch nicht nur die Kooperation von Green Airlines mit Chalair hielt nicht lange. Später zerbrach eine kurze Zusammenarbeit mit ALK Airlines nach weniger als einer Woche, ein angekündigter Einsatz von Just Us Air begann gar nicht erst. Und nun ist auch die gemeinsame Zeit mit German Airways schon wieder zu Ende.

Unstimmigkeiten zum Vertrag

Bereits Mitte Juli beendete German Airways die Flüge für Green Airlines ab Groningen. Grund seien «das sich rasch verändernde Marktumfeld aufgrund der Covid-Pandemie und die wieder ansteigende Inzidenz in einigen Ländern», hieß es offiziell. Aus Branchenkreisen war allerdings zu hören, dass Corona nicht das einzige Problem gewesen sei.

Die Flüge von Köln/Bonn über Paderborn nach Sylt waren aber zunächst nicht betroffen. Das ist allerdings jetzt der Fall. «German Airways beendet mit sofortiger Wirkung die Kooperation mit Green Airlines für Strecken von und nach Sylt», teilt die Charterfluglinie am Montag (2. August) mit. «Der Grund hierfür sind unterschiedliche Auffassungen zu dem gemeinsam geschlossenen Kooperationsvertrag.»

Such nach neuem Partner

«Green Airlines bestätigt, dass sie von German Airways darüber informiert wurde, dass German Airways die Kooperation mit sofortiger Wirkung beendet hat», schreibt die virtuelle Fluglinie. «Zu den Gründen möchte Green Airlines keine weiteren Angaben machen.» Um die Auswirkungen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten, arbeite man mit Hochdruck daran, einen neuen Kooperationspartner zu finden, heißt es. «Sollte es zu Flugausfällen kommen, bekommen sie die Ticketkosten vollumfänglich zurückerstattet.»

Green Airlines steht somit ohne Flugzeuge da. Beim Umstieg von Chalair auf German Airways im April hatte sie schon einmal auf Businessjets von PAD Aviation als Übergangslösung zurückgegriffen. Damals ging die Route allerdings lediglich von Paderborn nach Sylt. Mittlerweile wurde sie auf Köln - Paderborn - Sylt erweitert.

Mehr zum Thema

Bisher besteht die Flotte von German Airways aus Embraer E190.

Auch German Airways bremst bei Green Airlines

Boeing 737-300 von Alk Airlines: Flog nicht oft für Green Airlines.

Charterpartner kritisiert Zahlungsmoral von Green Airlines

Rhodos: Im Juli nicht mit Green Airlines zu erreichen.

Green Airlines streicht Ferienflüge ab Rostock und Paderborn

flughafen sylt

Sylt Air stellt Linienflüge zwischen Hamburg und Sylt ein

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack