Die Königin der Lüfte: Am 30. September 1968 rollte der Jet erstmals aus der Fabrik, am 9. Februar 1969 hob sie zum ersten Mal ab.

Boeing 747Eine Ikone ist 50

Vor 50 Jahren rollte die erste Boeing 747 aus der Fabrik. Das Flugzeug revolutionierte die Luftfahrt - auch wenn es inzwischen ein Ladenhüter geworden ist.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Tausende Zuschauer pilgerten am 30. September 1968 zu Boeings neuer Fabrik in Everett bei Seattle. Sie erlebten mit, wie ein Flugzeug erstmals aus der Fabrik rollte, das die Luftfahrt verändern sollte. Der amerikanische Flugzeugbauer präsentierte an jenem Montag vor 50 Jahren die Boeing 747 zum ersten Mal öffentlich.

Entworfen wurde der Jumbo-Jet auf Wunsch von Pan-Am-Chef Juan Trippe, der schon damals ein Problem feststellte, mit dem Fluglinien heute immer noch und in größerem Ausmaß zu kämpfen haben. Die Anzahl der Flüge nahm zu, weil immer mehr Menschen reisten. Das wiederum überforderte die Flughäfen. Platz wurde knapp. Trippe wollte ein größeres Flugzeug, das doppelt so viele Passagiere wie die Boeing 707 transportieren kann. Er lag mit seiner Analyse richtig.

8560 Kilometer, ohne zu tanken

Und Boeing tat gut daran, auf Trippe zu hören. Die Kunden standen Schlange für die 747. Kein Wunder, die Königin der Lüfte revolutionierte Langstreckenflüge, konnte sie mit fast 400 Passagieren doch 8560 Kilometer fliegen, ohne auftanken zu müssen. Das war damals gigantisch.

Die größte Kundin für das Modell wurde über die Jahre British Airways. 101 Boeing 747 waren über die Jahre Bestandteil ihrer Flotte. Noch heute ist sie die Fluggesellschaft mit den meisten Jumbos in der Flotte. 36 Flugzeuge der 747-400-Version sind bei ihr noch in Betrieb.

Immer weniger Betreiber

Doch seit einigen Jahren ist die Königin nicht mehr gefragt. Immer mehr Fluggesellschaften flotten sie aus. Selbst in den USA fliegt inzwischen keine große Passagierairline mehr mit dem Jumbo-Jet.

Kunden für die 747-8, die neueste Jumbo-Version, zu gewinnen, fällt Boeing ebenfalls schwer. Für Passagierflüge setzen Airlines inzwischen verstärkt auf große Flieger mit nur zwei Triebwerken, wie die Boeing 777 oder den Airbus A350. Sie sind sparsamer und bieten mehr Flexibilität. Die bisher letzte gebaute Passagierversion der 747-8 trägt die Seriennummer 60411 und die Bemalung von Korean Air.

Nur noch als Frachter gefragt

Boeing hat nun nur noch 747-8 F – also Exemplare der Frachtversion – fertig zu bauen. In diesem Bereich war die Nachfrage seit dem Start des Programms größer – vor allem weil das Flugzeug durch die Nase beladen werden kann, wodurch es auch große Teile transportieren kann. UPS hatte zuletzt 14 Exemplare bestellt und damit für zusätzlichen Arbeits-Nachschub gesorgt. Die Produktionsrate für den Flieger hat Boeing inzwischen auf 0,5 im Monat heruntergeschraubt.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie historische Aufnahmen der Boeing 747 und lernen Sie ein paar - teilweise kuriose - Fakten über den Jet, der die Luftfahrt revolutionierte.

Mehr zum Thema

Zuletzt flog die fast 48-jährige Boeing 747-100 für General Electric. Zuvor hatte sie 21 Jahre lang bei Pan Am im Einsatz gestanden und dort 86.000 Flugstunden absolviert.

Dienstälteste Boeing 747 geht in Rente

Boeing 747-8 I von Korean Air mit dem Kennzeichen HL7644: Vielleicht ist das die letzte je gebaute Passagier-Boeing-747.

Der wohl letzte Passagier-Jumbo

Platz 7: Saudia – 7 Boeing 747.

Welche Airline noch am meisten Jumbo-Jets hat

Boeing 747-400 von Delta: Wird nicht mehr benötigt.

Große US-Airlines jetzt frei von Jumbo-Jets

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier