Eine Airline nach der anderen verabschiedet sich inzwischen von den Fliegern.

United flottet Jumbo ausBoeing 747 wird in den USA zur Rarität

United Airlines legt die letzten Boeing 747 schneller still als geplant. Damit verabschiedet sich die letzte große Fluggesellschaft in den Vereinigten Staaten vom Jumbo-Jet.

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Eigentlich hätten sie noch vier Jahre fliegen sollen. Im Verlauf des Jahres 2020 fallen bei vielen Boeing 747-400 von United Airlines große Checks an. Diese Generalüberholungen sind teuer und lohnen sich angesichts des Alters der Flugzeuge von durchschnittlich 22 Jahren nicht mehr. Aber bis dahin wollte die amerikanische Fluglinie die Jumbo-Jets noch rege nutzen.

Nun werden sie aber schon zwei Jahre früher stillgelegt, wie United beschlossen hat. Bis Ende 2018 werde man alle der derzeit noch 22 Boeing 747 aus dem Verkehr ziehen, so das Unternehmen. Die schnellere Ausflottung wird möglich, weil United einen Teil einer noch offenen Bestellung für 27 Dreamliner mit Lieferdatum 2020 umwandelt. Statt den Boeing 787-10 übernimmt die Fluglinie schon Anfang 2017 andere Flieger von Boeing – konkret sind es 4 777-300ER und 5 787-9. Der Rest wird mit den restlichen georderten Dreamlinern ersetzt.

Delta sagt der 747 schon früher bye-bye

Die Nachfolger für die Boeing 747 seien «weitaus moderner und dadurch kundenfreundlicher», so die Fluggesellschaft. Zudem seien sie auch sparsamer im Verbrauch, erklärt United den Gesinnungswandel. Man könne mit den Boeing 777 und 787 der «veränderten Nachfrage in den Märkten besser gerecht werden» als mit den Boeing 747.

Damit setzt Ende 2018 die letzte große amerikanische Fluggesellschaft die Königin der Lüfte außer Betrieb. Delta schickt ihre 747-400 bis 2017 in Rente. Sie werden durch Airbus A350-900 ersetzt. American besitzt seit den Neunzigerjahren keine Boeing 747 mehr. In seiner Heimat wird das Flugzeug damit zur Rarität im Passagierverkehr. Keine amerikanische Passagier-Fluggesellschaft hat die Nachfolgerin 747-8 bestellt.

Fast nur noch bei US-Frachtairlines

Die letzten verbleibenden Jumbo-Jets stehen in den USA künftig fast nur noch bei Frachtgesellschaften im Einsatz. Größte Betreiber von Boeing 747 sind Atlas Air (35 Stück), Kalitta Air (14), Polar Air Cargo (13) und UPS (13). Auch europäische und asiatische Fluggesellschaften wie Air France oder Singapore Airlines haben ihre Jumbos in Rente geschickt.

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