Dreamliner von Boeing: Ein Problemflugzeug

Die Vorsicht mit dem Dreamliner

[image1]«Trotz der Probleme – würden Sie gerne mal mit dem Dreamliner fliegen?», fragt Leser Christian Grindler. Ein Linienpilot antwortet.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Den Dreamliner wäre ich eigentlich sehr gerne geflogen. Ein so modernes Flugzeug zu fliegen ist verlockend: Neue Materialien, neue Technik, neue Triebwerke - das muss ausprobiert werden. Und die eine oder andere Kinderkrankheit gehört bei einem neu entwickelten Flugzeug ja auch dazu. Doch wenn sich die Kinderkrankheiten nicht bessern und immer neue Probleme auftauchen, dann wird es langsam gefährlich. Deshalb hätte ich momentan keine Lust, in einen Dreamliner zu steigen. Die Batterie-Probleme scheinen ja doch sehr ernst zu sein. Zudem ist ja nicht ganz klar, ob es auch mit der Verkabelung Schwierigkeiten geben könnte.

Rund um den Dreamliner gibt es meines Erachtens zu viele Unklarheiten. Es wäre mir als Pilot zum jetzigen Zeitpunkt unangenehm, mit genau diesem Flugzeug in der Luft zu sein. Immerhin trage ich auch die letzte Verantwortung für die Passagiere. Der Pilot muss das Flugzeug übernehmen und sich durch seine Unterschrift bereit erklären, dass er den Zustand prüfte und damit fliegen will.

Nicht verantwortbar

Eine potenziell gefährliche Batterie (oder andere Gefahren) direkt unter dem Cockpit zu haben, würde eine ständige Anspannung herbeiführen. Zudem ist es den Passagieren gegenüber nicht verantwortbar. Und anders als bei vielen Manager-Posten, können wir Piloten bei Schwierigkeiten nicht den goldenen Fallschirm auspacken und inklusive Abfindung das sinkende Schiff verlassen. Wir sitzen im Flugzeug alle «im selben Boot» und können uns keine Experimente erlauben.

[image2]Was Sie schon immer übers Fliegen wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Ein Pilot einer großen Fluglinie beantwortet exklusiv für aeroTELEGRAPH die Fragen der Leser. Er bleibt dabei anonym, um unabhängig antworten zu können. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an pilot@aerotelegraph.com. Jede Woche wird eine der eingesandten Fragen beantwortet. Dabei wird der Name des Einsenders veröffentlicht. Ein Recht auf Beantwortung besteht nicht



Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Boeing startet mit 46 Auslieferungen und netto 112 Bestellungen ins Jahr

Nordlichter begleiteten Flug TOM950P.

In einer Boeing 737 Max 8 von Tui über den Atlantik

Tuifly-Flugzeuge am Flughafen Las Palmas: Die Airline soll künftig mehr sein als nur der Hotelzubringer.

Tui will mit ihren Fluggesellschaften mehr als nur Hotels füllen - sie sollen Gewinn machen

ticker-boeing-1

Boeing zeigt bei Singapore Airshow keine Verkehrsflugzeuge - wegen Zertifizierungsarbeiten

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack