McDonnell Douglas MD-11 von UPS: Wird man nicht mehr in der Luft sehen.

Nach Unglück in LouisvilleUPS hat Kapitel McDonnell Douglas MD-11 endgültig geschlossen - und setzt jetzt auf neue Boeing 767

Im vergangenen November erlebte der Frachtflugriese einen tödlichen Absturz einer seiner McDonnell Douglas MD-11. Jetzt hat sich UPS endgültig von dem Modell getrennt - und nennt den Zeitplan für den Ersatz durch neue Boeing-767-Frachter.

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Luftfahrt

Am 4. November 2025 stürzte beim Start in Louisville in den USA eine McDonnell Douglas MD-11 von UPS ab. Die drei Crewmitglieder sowie elf Menschen am Boden starben, am Boden gab es zudem zwei Schwerverletzte und 21 Leichtverletzte. Der vorläufige Untersuchungsbericht der Untersuchungsbehörde NTSB bestätigte: Das linke Triebwerk des Dreistrahlers hatte sich mitsamt Gondelträger (im Jargon: Pylon) von der Tragfläche gelöst.

Nach dem Unglück beorderten die Frachtriesen UPS und Fedex alle ihre MD-11 zu Boden, kurz danach untersagte auch die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA vorläufig den Betrieb des Modells. Dieses Verbot der Behörde gilt bis heute. Doch selbst wenn es aufgehoben wird: UPS wird ihre verbliebenen McDonnell Douglas MD-11 nicht wieder in Betrieb nehmen.

UPS: Ausmusterung der MD-11-Flotte abgeschlossen

So verkündete das Unternehmen im Rahmen seiner aktuellen Quartalszahlen: «Im Hinblick auf die MD-11 beschleunigte UPS seine Flottenmodernisierungspläne und schloss die Ausmusterung seiner MD-11-Flotte im vierten Quartal 2025 ab.» Die Abschreibung der Jets bringe eine finanzielle Belastung in Höhe von 137 Millionen Dollar (114 Millionen Euro).

Im Gespräch mit Analysten sagte UPS-Finanzchef Brian Dykes, um die weggefallene Kapazität der MD-11 zu ersetzen, seien im vierten Quartal Leasingkosten in Höhe von rund 50 Millionen Dollar angefallen. «Im Jahr 2026 werden sie sich voraussichtlich verdoppeln», sagte Dykes, wobei 90 Prozent dieser Kosten aufs erste Halbjahr entfallen würden.

Das ist der Zeitplan von UPS für neue Boeing 767

Dann will UPS die Kapazitätslücken mit neuen Boeing 767 F füllen. «In den nächsten fünfzehn Monaten erwarten wir die Auslieferung von 18 neuen Boeing 767, 15 davon voraussichtlich noch in diesem Jahr», so Dykes. Fünf sollen im ersten Halbjahr 2026 eintreffen, zehn im zweiten Halbjahr. Die übrigen drei folgen dann im Jahr 2027.

In der Zeit vor dem Unglück, das Anfang November geschah, hatte UPS offiziell noch 27 MD-11 in der Flotte. Jedoch verließen davon Ende Oktober drei eh den Betrieb. Der Unglücksjet wurde zudem komplett zerstört. Somit gehörten zuletzt noch rund 23 MD-11 zur Flotte.

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