McDonnell Douglas MD-11 von UPS: Wird man nicht mehr in der Luft sehen.

Nach Unglück in LouisvilleUPS hat Kapitel McDonnell Douglas MD-11 endgültig geschlossen - und setzt jetzt auf neue Boeing 767

Im vergangenen November erlebte der Frachtflugriese einen tödlichen Absturz einer seiner McDonnell Douglas MD-11. Jetzt hat sich UPS endgültig von dem Modell getrennt - und nennt den Zeitplan für den Ersatz durch neue Boeing-767-Frachter.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Am 4. November 2025 stürzte beim Start in Louisville in den USA eine McDonnell Douglas MD-11 von UPS ab. Die drei Crewmitglieder sowie elf Menschen am Boden starben, am Boden gab es zudem zwei Schwerverletzte und 21 Leichtverletzte. Der vorläufige Untersuchungsbericht der Untersuchungsbehörde NTSB bestätigte: Das linke Triebwerk des Dreistrahlers hatte sich mitsamt Gondelträger (im Jargon: Pylon) von der Tragfläche gelöst.

Nach dem Unglück beorderten die Frachtriesen UPS und Fedex alle ihre MD-11 zu Boden, kurz danach untersagte auch die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA vorläufig den Betrieb des Modells. Dieses Verbot der Behörde gilt bis heute. Doch selbst wenn es aufgehoben wird: UPS wird ihre verbliebenen McDonnell Douglas MD-11 nicht wieder in Betrieb nehmen.

UPS: Ausmusterung der MD-11-Flotte abgeschlossen

So verkündete das Unternehmen im Rahmen seiner aktuellen Quartalszahlen: «Im Hinblick auf die MD-11 beschleunigte UPS seine Flottenmodernisierungspläne und schloss die Ausmusterung seiner MD-11-Flotte im vierten Quartal 2025 ab.» Die Abschreibung der Jets bringe eine finanzielle Belastung in Höhe von 137 Millionen Dollar (114 Millionen Euro).

Im Gespräch mit Analysten sagte UPS-Finanzchef Brian Dykes, um die weggefallene Kapazität der MD-11 zu ersetzen, seien im vierten Quartal Leasingkosten in Höhe von rund 50 Millionen Dollar angefallen. «Im Jahr 2026 werden sie sich voraussichtlich verdoppeln», sagte Dykes, wobei 90 Prozent dieser Kosten aufs erste Halbjahr entfallen würden.

Das ist der Zeitplan von UPS für neue Boeing 767

Dann will UPS die Kapazitätslücken mit neuen Boeing 767 F füllen. «In den nächsten fünfzehn Monaten erwarten wir die Auslieferung von 18 neuen Boeing 767, 15 davon voraussichtlich noch in diesem Jahr», so Dykes. Fünf sollen im ersten Halbjahr 2026 eintreffen, zehn im zweiten Halbjahr. Die übrigen drei folgen dann im Jahr 2027.

In der Zeit vor dem Unglück, das Anfang November geschah, hatte UPS offiziell noch 27 MD-11 in der Flotte. Jedoch verließen davon Ende Oktober drei eh den Betrieb. Der Unglücksjet wurde zudem komplett zerstört. Somit gehörten zuletzt noch rund 23 MD-11 zur Flotte.

Hinter aeroTELEGRAPH steckt mehr als eine Website: ein Team erfahrener Journalistinnen und Journalisten, das fliegt, recherchiert und einordnet – Tag für Tag. Mit Ihrer Unterstützung bleiben wir unabhängig und Sie lesen werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

md 11 ups unglueck

Boeing warnte schon 2011 vor Bruchrisiko bei Teil der McDonnell Douglas MD-11

Boeing 787-8

Was ist 2025 in der Luftfahrt passiert?

McDonnell Douglas MD-11 von Western Global Airlines: Die Fluglinie holte sich Jets von Lufthansa Cargo.

Western Global Airlines schickt alle Pilotinnen und Piloten in den Zwangsurlaub

md 11 ups unglueck 04

Absturz der McDonnell Douglas MD-11: NTSB findet Risse an der Triebwerksaufhängung

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies