Pilotin und Pilot von Flyr: Ungewisse Zukunft.

WettbewerbsverzerrungFlyr will Staatshilfe wie SAS, Norwegian und Co.

Die verlängerte Pandemie setzt der jungen norwegischen Fluggesellschaft zu. Anders als die Konkurrenz hat FLyr bisher keine Hilfe vom Staat bekommen. Das will sie ändern.

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Ideal läuft es bei Flyr nicht. Am 30. Juni 2021 nahm die neue norwegische Fluggesellschaft den Betrieb auf. Dadurch nahm sie zwar erstmals Geld ein, es stiegen aber auch die Kosten massiv an. Und so stand nach neun Monaten ein Verlust von 162,3 Milliarden norwegischen Kronen in den Büchern, umgerechnet 16,3 Millionen Euro.

Das Auftreten der Virusvariante Omicron hat die Situation im Herbst und Winter nicht gebessert. Die Buchungen blieben schwach. Im Januar hat Flyr deshalb eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Damit will sie ihre Reserverpolster wieder auffüllen, die wegen der verlängerten Pandemie dünner geworden sind.

In Erwartung von Boeing 737 Max

Doch Flyr möchte noch mehr. Bei einem Treffen mit Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum machte Chefin Tonje Wikstrøm Frislid klar, dass sie sich benachteiligt fühlt. Andere in Norwegen Aktive Fluggesellschaften wie SAS, Norwegian oder Wideroe hätten in der Corona-Krise Staatshilfe bekommen, Newcomerin Flyr nicht.

Man habe wiederholt Bedenken darüber geäußert, dass die staatliche Hilfen, «die einzelnen Unternehmen vorbehalten sind, wettbewerbsverzerrend wirken», so Wikstrøm Frislid gemäß dem Portal E24 weiter. Es gehe plötzlich nicht mehr um «Effizienz, Produkt und Service», sondern darum, am meisten Hilfen bekommen zu haben.

In Erwartung von Boeing 737 Max

Flyr appeliert deshalb an die Regierung, ein neues Kreditbürgschaftsprogramm aufzulegen. Die Fluggesellschaft besitzt derzeit eine Flotte von fünf Boeing 737-800. Damit steuert sie 17 Ziele an, unter anderem auch berlin, Genf und Salzburg.

Die junge Fluggesellschaft hat aber bereits eine Absichtserklärung mit Air Lease Corp über sechs fabrikneue Boeing 737 Max 8 unterzeichnet. Die Flugzeuge sollen bis Mitte des Jahres direkt vom Boeing-Werk an Flyr geliefert werden. 2023 könnten dann nochmals vier weitere 737 Max hinzukommen.

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