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Fly Westaf Algérie

Algerien bekommt erste Billigairline

Die staatliche Air Algérie bekommt Konkurrenz. Mit Fly Westaf entsteht die erste Billigairline im nordafrikanischen Land.

Fly Westaf

Dash 8 von Fly Westaf: Soll bald in Algerien starten.

Covid-19 machte den Machern der neuen afrikanischen Billigairline einen Strich durch die Rechnung. Eigentlich wollte Fly Westaf im Mai starten. Mit fünf De Havilland Canada Dash 8 wollte sie von der Basis Banjul in Gambia nach Abidjan (Elfenbeinküste), Bamako (Mali), Bissau (Guina-Bissau), Conakry (Guinea), Dakar (Senegal), Freetown (Sierra Leone), Monrovia (Liberia) und Praia (Kapverde) fliegen. Doch bisher ist noch kein Flugzeug abgehoben.

Dennoch arbeitet Fly Westaf weiter am Start. Und hat jetzt ihren ursprünglichen Plan erweitert. Die Fluggesellschaft plant einen Ableger in Algerien und damit die erste Billigairline im nordafrikanischen Land. Sie würde damit das Monopol brechen, das die bereits stark angeschlagene staatliche Air Algérie derzeit noch auf vielen Strecken hat.

Auch Ziele in Frankreich und Spanien

Bereits hat Fly Westaf alle Dokumente bei der Luftfahrtbehörde Algeriens eingereicht, um schon bald das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder AOC) zu erhalten, wie die Zeitung Le Soir berichtet. Die neue Billigairline will Inlandsflüge ab Algier und Oran anbieten und dabei Ziele wie Béchar, Constantine, Ghardaïa oder Tamanrasset bedienen.

Ab Oran plant Fly Westaf Algérie auch Flüge nach Frankreich und Spanien. Montpellier und Toulouse sowie Alicante und Barcelona sind als Ziele geplant. Die Dash 8 seien ein großer Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Die habe oftmals viel zu große Flugzeuge und daher schlechte Rentabilität, erklären die Macher der neuen Airline.

Präsident fördert Wettbewerb in der Luft

Nach seiner Amtsübernahme im Dezember 2019 hat sich der neue Präsident Abdelmadjid Tebboune für mehr Konkurrenz im Luftverkehrsmarkt ausgesprochen. Den Markt der Inlandsflüge beherrschten Air Algérie und Tassili Airlines, die der staatlichen Ölgesellschaft Sonatrach gehört. Er wünscht sich mehr Wettbewerb.



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