Ein Leopard springt aus der Leinwand des Filmfestivals Locarno, Freddie Mercury reckt in Montreux die Faust in die Luft, in Basel plätschert der Tinguely-Brunnen. Das sind alles Motive, die sich auf dem ersten Airbus A350 von Swiss finden. Mit der HB-IFA hat die Airline zum Start ihrer neuen Langstreckenflotte ein echtes Statement gesetzt. Geplant war, dass die Beklebung mit dem Namen «Wanderlust» rund zwölf Monate auf dem Jet bleiben sollte. Die Zeit ist jetzt fast um.
Abschied nehmen muss trotzdem niemand. «Unsere Wanderlust hat noch lange nicht genug», heißt es bei Swiss auf Anfrage von aeroTELEGRAPH. Eigentlich hätte die Folie im ersten Quartal 2027 runterkommen sollen. Jetzt darf sie länger bleiben, wie lange genau, weiß Swiss selbst noch nicht. Eine Rückkehr zur regulären Lackierung werde «voraussichtlich im Rahmen eines künftigen, ohnehin vorgesehenen Lackierungstermins geprüft», so Swiss.
Wanderlust ist geklebt, nicht gemalt
Gemalt ist an der «Wanderlust» übrigens nichts. Airbus hat die Zeichnungen des Schweizer Künstlers Frédéric Siegel in rund 360 Folienteile zerlegt und von Hand aufgeklebt, insgesamt 380 Quadratmeter. So großflächig sei noch nie ein Flugzeug beklebt worden, sagte Swiss damals. Die HB-IFA ist der erste von zehn Airbus A350, die bis 2031 kommen. Der zweite und dritte A350, HB-IFB und HB-IFC, sind in der regulären Swiss-Lackierung unterwegs.