Airbus A319 D-AIBP: Kleiner Schreibfehler oder Absicht?

Pfaffenhofen an der Ilm - D-AIBPLufthansa tauft Airbus A319 auf oberbayerische Kreisstadt – mit Rechtschreibfehler

Ein Airbus A319 der deutschen Fluglinie trägt seit Kurzem den Namen Pfaffenhofen an der Ilm. Doch ausgerechnet der Ortsname ist darauf falsch geschrieben. In der oberbayerischen Kreisstadt wusste man bislang nichts vom Lufthansa-Flugzeug – und reagiert erfreut, aber auch irritiert.

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Nach dem Aus von Lufthansa Cityline im April mussten auf einen Schlag viele Flugzeuge der Zubringerairline am Boden bleiben. Noch immer stehen die meisten davon geparkt herum. Dazu gehört auch die D-AIBP. Immerhin: Am 23. Juni hob der Airbus A319 noch einmal zu einem Überführungsflug von München nach Berlin ab. Warum, ist nicht bekannt.

Der Airbus trägt den Namen der Stadt Pfaffenhofen an der Ilm. Allerdings nicht ganz korrekt geschrieben. Auf dem Rumpf steht nämlich: Pfaffenhofen a.d. ilm - also mit kleinem i. Wie kam es also zu dem Fehler? Lufthansa bestätigt auf Anfrage von aeroTELEGRAPH, dass tatsächlich ein Fehler passiert war.

Bombardier CRJ900 trug noch korrekte Schreibweise

Beim letzten C-Check des Flugzeuges im europäischen Ausland hatte man schlicht die falsche Schablone verwendet, so eine Sprecherin von Lufthansa. Das wurde sofort bemerkt und denn auch am 11. April wieder korrigiert.

Früher war der Name denn auch schon korrekt geschrieben. Die Bombardier CRJ900 mit dem Kennzeichen D-ACKA flog von 2006 bis 2021 als Pfaffenhofen a.d. Ilm für Lufthansa Cityline durch Europa. Als sie ausgemustert wurde, versprach die Airline, dass der Städtename auf einem anderen Flugzeug weiterleben werde. Bis das geschah, vergingen allerdings einige Jahre. Erst im Frühjahr 2026 erhielt die zuvor namenlose D-AIBP den Namen der oberbayerischen Kreisstadt.

Bürgermeister wünscht sich Korrektur von Lufthansa

Dort selbst wusste man davon bislang nichts. Bürgermeister Thomas Herker zeigt sich im Gespräch mit aeroTELEGRAPH deshalb gleichermaßen überrascht wie erfreut. «Ich freue mich natürlich sehr, dass es wieder eine Pfaffenhofen gibt», sagt der SPD-Politiker. In seinem Büro steht noch immer ein Modell der früheren D-ACKA. Mit dem Bombardier-Jet sei er sogar einmal ganz zufällig geflogen. «Das war natürlich eine schöne Erinnerung.»

Ganz ohne Kritik kommt seine Reaktion allerdings nicht aus. «Früher wurde man von Lufthansa zu so etwas noch eingeladen», merkt Herker an. Vielleicht komme die Einladung ja noch, fügt er schmunzelnd hinzu.

Wie geht es mit dem Airbus A319 von Lufthansa weiter?

Diese Freude über die neue Pfaffenhofen wird allerdings von einer Frage begleitet: Wie lange bleibt der Airbus überhaupt noch im Dienst? Ein junges Flugzeug ist die D-AIBP nicht mehr. Der Airbus A319 wurde 2005 an Austrian Airlines ausgeliefert, die vier Jahre später Teil von Lufthansa Group wurde. 2021 wechselte das Flugzeug zu Lufthansa Cityline, 2022 dann zu Lufthansa selbst. Betrieben wurde es jedoch weiterhin von Cityline.

Seit dem Überführungsflug nach Berlin am 23. Juni sind bislang keine weiteren Einsätze für die D-AIBP geplant. Auch Lufthansa selbst kann aktuell keine Auskunft über die Zukunft des Fliegers geben. Bürgermeister Herker dürfte deshalb hoffen, dass die neue Pfaffenhofen doch noch einmal regelmäßig abhebt. Schließlich würde er gerne auch mit ihr einmal fliegen. Und falls nicht – vielleicht lädt Lufthansa ihn ja zur Taufe der nächsten Pfaffenhofen a.d. Ilm ein. Dann auf jeden Fall wieder mit großem I.

In einer früheren Version des Artikels stand, Lufthansa habe nicht auf die Anfrage geantwortet. Mittlerweile ist das passiert, Lufthansa hatte für die Nachforschungen mehr Zeit benötigt. Die Antworten sind in den Text eingebaut.

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