Nur wenige Wochen später soll das neue Flugzeugmodell bereits in den Liniendienst gehen. Als Starttermin ist Stand jetzt der Beginn des Winterflugplans am 25. Oktober vorgesehen, zeigt ein internes Planungsdokument, das aeroTELEGRAPH vorliegt.
Airbus A350-1000 zuerst nach Asien und in die USA
Stationiert werden die Airbus A350-1000 zunächst in München. Von dort aus sollen sie zunächst vier Langstreckenziele bedienen. Geplant sind laut dem Dokument ausgewählte Umläufe nach Tokio-Haneda, Shanghai-Pudong, New York-Newark und Singapur. Ab März 2027 ist auch Chicago O'Hare als Ziel vorgesehen.
Außerdem hält sich Lufthansa laut dem Dokument die Möglichkeit offen, einzelne Flüge nach São Paulo sowie nach Kanada mit dem Airbus A350-1000 durchzuführen. Hintergrund sind mögliche Verzögerungen bei den erforderlichen Genehmigungen für USA-Strecken. Bei all diesen Angaben handelt es sich um die aktuelle Planung, die sich je nach Entwicklung der Umstände auch noch ändern kann.
So richtet Lufthansa ihre Airbus A350-1000 ein
Erstmals liefert das interne Dokument auch Details zur genauen Aufteilung der Kabine. Lufthansa plant für den Airbus A350-1000 insgesamt 300 Sitzplätze, so viel war bekannt. Davon entfallen vier auf die First Class, 49 auf die Business Class, 35 auf die Premium Economy und 212 auf die Economy Class, wie das interne Dokument erstmals zeigt. Insgesamt hat Lufthansa 15 Airbus A350-1000 bestellt. Sie sollen bis 2030 ausgeliefert werden.
Lufthansas erster Airbus A350-1000: 73,79 Meter lang. Lufthansa
Der Airbus A350-1000 ist zwar sieben Meter länger als der bereits in München eingesetzte A350-900, die Zahl der Sitze steigt jedoch nur moderat, was auf eine großzügige Kabinengestaltung hindeutet. Auf eine Anfrage von aeroTELEGRAPH heißt es von Lufthansa, man wolle sich aktuell noch nicht zum Thema äußern, weil man den Start im Herbst vorbereite. Der Airbus A350-1000 ist 73,79 Meter lang. Das größere Modell verfügt über ein sechsrädriges Hauptfahrwerk sowie eine höhere Treibstoffkapazität.
Erster Airbus A350-1000 erhält den Namen Deutschland
Aus dem internen Dokument gehen außerdem einige betriebliche Besonderheiten hervor. So ist der Airbus A350-1000 bei den Überführungsflügen über lange Distanzen nasenlastig, weshalb unter bestimmten Bedingungen Ballast erforderlich ist. Wegen der größeren Länge müssen Bodenmannschaften beim Schleppen und Zurückstoßen zudem besondere Vorsicht walten lassen.
Der erste Airbus A350-1000 von Lufthansa wird die Registrierung D-AIFA tragen und den traditionsreichen Namen Deutschland erhalten. Gleichzeitig markiert die Auslieferung einen Meilenstein: Es handelt sich sowohl um den ersten Airbus A350-1000 für Lufthansa als auch um das 700. Flugzeug, das Airbus an die Lufthansa Group ausliefert. Er erhält die Sonderlackierung zum 100-jährigens Jubiläum der Fluggesellschaft.
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